Gospelchor feiert 25-Jähriges mit einem großartigen Konzert
»Musik, die die Seele anrührt«

Hiddenhausen (HK). So beeindruckend wie jedes seiner Konzerte ist auch die 25-jährige Geschichte des Gospelchores »InJoy«. Die begann mit 15 jungen Sängern und hat mit der fast vierfachen Mitgliederzahl und Auftritten an renommierten Orten wie dem Straßburger Münster und Dresdner Frauenkirche ihren vorläufigen Höhepunkt.

Sonntag, 05.05.2019, 14:51 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 08:26 Uhr
Seit 25 Jahren treffen die Mitglieder des Gospelchores »InJoy« aus Hiddenhausen den richtigen Ton. Beeindruckend war auch das Jubiläumskonzert am vergangenen Samstag, das einer großen Gospel-Party glich. Foto: Thomas Meyer

Das Jubiläumskonzert am Samstag war vor allem eines: eine große Gospel-Party. Natürlich fanden sich in den ausführlichen und originellen Moderationen zwischen den Stücken viele Anspielungen auf die Chorgeschichte, und auch die alten Kostüme bekamen die Zuschauer in der ausverkauften Eilshauser Kirche noch einmal zu Gesicht. Das musikalische Programm wählte der Chor um Marcus Linnemann dennoch nicht als Best Of, sondern als aktuelles Schlaglicht auf das profunde Können der Sänger. Denn der Slogan »Gospel and more« ist keineswegs Phrase, sondern Versprechen, das in jeder gesungenen Sekunde eingehalten wird: Fünf- bis achtstimmigen Gesang gibt es sonst kaum, und mit den Linnemannschen Arrangements schon mal gar nicht.

Solche technische Meisterleistungen waren in der Anfangsphase naturgemäß noch nicht darstellbar. Jetzt, mit zwei Sopranabteilungen, daneben Alt, Tenor und Bass, erlaubt der personelle Unterbau ganz erstaunliche Klangerlebnisse, die »InJoy« in gleich drei brandneuen Stücken präsentierte. »Baba Yetu« ist das in Swaheli gesungene »Vater unser« zur Titelmelodie des Computerspiels »Civilization IV« und verlangte dem Chorleiter selbst Soloparts in der ostafrikanischen Sprache ab. Ebenfalls neu waren »Sound of Silence« und »Don’t you worry ‘bout a thing«, seit 20 Jahren im Programm dagegen der Gospel »Seeds«.

»Der Chor hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt, ist professioneller, offener, breiter geworden«, rekapitulierte Marcus Linnemann, der seit immerhin 23 Jahren an Bord ist. Mit leuchtenden Augen erzählt er von den Feinheiten seiner Arrangements, die der Chor nur zu gerne aufnimmt, umsetzt und damit sein Publikum verzaubert. »Den letzten Teil von Leonard Cohens ›Hallelujah‹ haben wir ausgedehnt und fast wie eine klassische Fuge konzipiert, eindringlich und eindrucksvoll. In John Lennons ›Imagine‹ haben wir eine Zeile aus ›Hey Jude‹ eingebaut«, erklärte er.

Es gab also reichlich Gelegenheiten zum Mitsingen und Mitklatschen, die mit dem Ende des Konzertes nicht endeten. Auf dem Kirchplatz lud »InJoy« zur Party mit »Rudelsingen« ein. Ein weiterer Beleg für das, was Pfarrerin Renata Pense dem Chor attestierte: »Ihr seid eine Belebung für Eilshausen mit wundervollen Konzerten, Engagement und Musik, die die Seele anrührt.«

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