Bürgermeister Rolfsmeyer: »Der AWO-Vorsitzende wird an sehr vielen Stellen fehlen«
Norbert Wellmann ist gestorben

Hiddenhausen (WB). Die heimische Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat einen ihrer engagiertesten und einflussreichsten Macher verloren: Am Dienstagabend ist Norbert Wellmann (74) nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Mittwoch, 03.04.2019, 22:02 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 23:00 Uhr
Als kompetenter Gesprächspartner – wie hier im Interview –, und engagierter Kämpfer für die Sozialpolitik bleibt Norbert Wellmann in Erinnerung. Am Dienstagabend ist der AWO-Bezirksverbandsvorsitzende nach kurzer Krankheit gestorben. Foto: Moritz Winde

»Mit ihm verlieren wir einen Freund, einen hoch angesehenen, engagierten und beliebten Vorsitzenden, der die Geschicke der Arbeiterwohlfahrt im Ortsverein Oetinghausen, im Kreis- und Bezirksverband sowie in der Region Ostwestfalen-Lippe mit großem Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein gelenkt und weiterentwickelt hat«, heißt es im Nachruf des Kreisverbandes. »Wir sind ihm unendlich dankbar für seinen Einsatz. Wir trauern mit seiner Frau und seiner Familie.«

Allgemeine Bestürzung

Mehr als 50 Jahre war der Oetinghauser Mitglied der AWO. Seit 1970 gehörte er dem Kreisvorstand an, zunächst als Beisitzer und seit 1976 als Vorsitzender. 1986 wurde er Vorsitzender in seinem Heimatort. 2004 übernahm er den Vorsitz des AWO-Bezirksverbandes OWL, zudem engagierte er sich in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe.

Sein plötzlicher Tod löste allgemein Bestürzung aus. »Ich bin zutiefst erschüttert«, kommentierte Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer die Nachricht. »Ich glaube, wir können die große Lücke, die er hinterlässt, noch gar nicht ermessen. Er war auf so vielen Ebenen aktiv. Er wird an sehr vielen Stellen fehlen.« Wellmann sei keiner gewesen, der nur Sonntagsreden hielt, sondern ein Mann der Tat, auch im Hintergrund. »Dass die AWO heute in Oetinghausen der lebendige Treffpunkt des Ortes ist, haben wir primär ihm zu verdanken«, so Rolfsmeyer.

Ein Mann der Basis

Auch die CDU zeigte sich bestürzt: »Er war ein Großer der AWO und der SPD, der durch sein persönliches Tun ein Vorbild war«, sagte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Jörg Düning-Gast. »Sein großer Einsatz hat mir imponiert.«

Landrat Jürgen Müller schätzte den SPD-Kollegen als einen Mann, der als studierter Sozialarbeiter und Hauptschullehrer von der Basis kam. Der Kreis Herford habe seinen wichtigsten Sozialpolitiker verloren. Wellmann habe im Sozialbereich viele Anstöße gegeben, wie zum Beispiel für die Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Inklusions- und Teilhabeplanung. Müller habe ihn als einen sehr sach- und zielorientierten und hartnäckigen Streiter für soziale Belange erlebt. »Sein Wort hatte viel Gewicht. Er wird uns allen als Ratgeber fehlen«, sagte Rolfsmeyer.

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