Bitte ausprobieren: Im Holzhandwerksmuseum werden 100 Instrumente gezeigt
Hast du Töne?

Hiddenhausen (WB). Anfassen ist in der neuen Ausstellung im Holzhandwerksmuseum größtenteils nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht. Hier wird der Aufenthalt in den kommenden Wochen zum Klangerlebnis.

Montag, 18.03.2019, 16:35 Uhr
Tina von Behren-Ausländer und Ingrid Ellermann (rechts) genießen es, die Ausstellungsstücke zum Klingen zu bringen. Es gibt mehr als 100 Instrumente. Foto: Sophie Hoffmeier

Bei der Eröffnung der Ausstellung »Klingende Hölzer« waren aus jeder Richtung verschiedene Töne zu hören. Flöten, Pfeifen, Xylophone und andere Musikinstrumente unterschiedlichster Art wurden von den Besuchern zum Klingen gebracht und erfreuten sich großer Beliebtheit. Einer, der wirklich kaum ein Klangholz ausließ, ist der fünfjährige Mats. Für ihn war nach dem ersten Rundgang klar, dass er auch einmal ein Instrument lernen möchte.

Ausstellungsstücke aus Privatsammlung

Ein Großteil der Ausstellungsstücke stammt aus der Privatsammlung von Tina von Behren-Ausländer und Peter Ausländer, die über 100 Stücke beisteuerten. »Zuhause haben wir noch weitaus mehr. Es fällt nicht einmal auf, dass die Instrumente fehlen«, erklärte Peter Ausländer: »Hier sind alle so interessiert und fachkundig. Da verleihen wir die Sachen gerne. Das ist eine tolle Zusammenarbeit.«

Bevor die Besucher auf Entdeckungstour gehen konnten, gab der Sammler einen spannenden ersten Einblick in die Welt der Töne. »Wer durch den Wald geht und den Spechten zuhört, der wird erkennen, dass jeder Baum je nach Holzart einen anderen Ton erzeugt«, erklärte er. Außerdem verwies Ausländer darauf, dass Jäger, die wirklich von ihrem Fang leben müssen, einen Bogen verwenden, da dieser die Tiere nicht so schnell verschrecke. Die Spannung, die auf ihm liegt, könne anhand vom Klang ermittelt werden. »Das macht den Bogen zum Vorgänger der Saiteninstrumente.«

Ein Stück Holz reicht

Vor Ort war auch Günter Schröder mit seiner Drehorgel, der zusammen mit seiner Frau Gabriele über das Instrument informierte. Ebenfalls Teil der Kooperation ist der Hiddenhauser Geigenbauer Aaron Aupperle. Er ließ sich am Sonntag bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und veranschaulichte anhand von verschiedenen halbfertigen Hölzern, wie Stück für Stück das Instrument entsteht. »Die Ausstellung ist wunderschön. Es ist faszinierend, mit was für einfachen Mitteln Musik entstehen kann. Teilweise braucht es ja nur ein Stück Holz«, sagte Besucherin Barbara Wiele.

Noch bis zum 28. April können sich Interessierte im Museum immer sonntags von 14 bis 17 Uhr auf eine Klangreise begeben. Außerdem ergänzen klingende Vorträge das Programm rund um die 50. Ausstellung des Museums. Am Donnerstag, 21. März, unternehmen Tina von Behren-Ausländer und Peter Ausländer mit ihren Zuhörern eine Reise durch die Musikgeschichte.

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