Erstes Ehemaligentreffen der Vorstände – QS-Prüfsystem für Fleisch initiiert
Landfrauen schwelgen in Erinnerungen

Hiddenhausen (WB). »Die Mischung aus politischer Arbeit, Weiterbildung, Geselligkeit und Austausch ist es, was die Landfrauen auszeichnet«, sagt Marlene Ortmann. Die ehemalige Kreisvorsitzende war eine der Teilnehmerinnen des ersten Wiedersehenstreffens der ehemaligen Vorstandsmitglieder der Landfrauen des Kreises.

Freitag, 08.03.2019, 16:45 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 16:50 Uhr
Die ehemaligen Vorsitzenden der Landfrauen aus dem Kreis Herford und ihre Stellvertreterinnen tauschten bei einem Treffen in Hiddenhausen Erinnerungen aus. Foto: Ruth Matthes

Die Idee zum Ehemaligentreffen kam den Frauen bei der Kreisweihnachtsfeier 2017 in Spenge. »Wir waren uns einig, dass es schade ist, dass sich die früheren Vorsitzenden und ihre Stellvertreterinnen nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand nicht mehr wiedersehen«, erinnert sich Margret Melchior aus Rödinghausen. Früher mit 65, heute mit 67 Jahren müssen die Vorsitzenden ihr Amt an Jüngere weitergeben.

Wir-Gefühl bleibt

»Im Spätsommer 2018 haben Marianne Fischer aus Rödinghausen, Anita Vauth-Ottensmeyer als ehemalige Kreisvorsitzende aus Vlotho und ich die Idee aufgegriffen, Adressen gesammelt und 44 Frauen aus den sieben Ortsverbänden angeschrieben.« Immerhin 27 der Eingeladenen kamen nun in das Café Alte Werkstatt nach Hiddenhausen, das die Organisatorinnen wegen der zentralen Lage im Kreisgebiet ausgewählt hatten.

Beim Frühstücksbüffet und einem Gläschen Sekt schwelgten die Frauen in Erinnerungen. »Obwohl sich viele lange nicht gesehen haben, war das Wir-Gefühl schnell wieder da«, sagt Melchior. »Die Jahre der Zusammenarbeit prägen. Wir haben gemeinsam gearbeitet, gefeiert und waren gemeinsam traurig.«

Landfrau des Jahres

Eines der Themen des Treffens war die Wahl von Birgit Steinmeier zur Landfrau des Jahres 2007. Gern erinnert sich die Rödinghausenerin an die Verleihung der Auszeichnung in Bamberg. »Ich wusste nichts davon, dass meine Kolleginnen mich vorgeschlagen hatten«, erinnert sie sich. Bei einer Veranstaltung in Bieren erfuhr sie dann von ihrem Glück – und konnte es nicht fassen. »Eine Auszeichnung auf Bundesebene, das war schon ein Erlebnis«, erzählt sie. Ursula von der Leyen, damals Familienministerin, überreichte ihr die Ehrung. »Der ganze Verein stand Kopf«, ergänzt Melchior.

Auch die ehemalige Kreisvorsitzende Marlene Ortmann hatte einiges zu erzählen. »Ich habe auf das Amt nicht hingearbeitet, man hat mich hineingedrängt«, urteilt sie. Doch die Vlothoerin nahm die Herausforderung an und erinnert sich gerne an das tolle Vorstandsteam und das, was sie gemeinsam auf den Weg gebracht haben: »Heute weiß das kaum noch einer, aber wir aus dem Kreis Herford waren es, die das QS-Prüfsystem für Fleisch initiiert haben, das eine stufenübergreifende Qualitätssicherung gewährleistet.« Es war die Zeit von BSE, und die Frauen sammelten Unterschriften für einen Herkunftsnachweis von Fleisch. Bis zum EU-Parlament gingen sie und hatten Erfolg.

Persönlichkeitsbildung

Gunhild Vogel-Höffner (58) vom Verband Enger-Herford war die Jüngste im Bunde, war aber auch schon zwölf Jahre im Vorstand. Elisabeth Hellmich aus Bünde blickte dankbar auf ihre Zeit im Kreisvorstand zurück. »Ich habe tolle Frauen kennengelernt«, sagt sie. »Die Vorstandsarbeit fördert auch die eigene Persönlichkeitsbildung – das habe ich in andere Ehrenämter mitgenommen.« Das sieht auf Vauth-Ottensmeyer so: »Die Gemeinschaft trägt. Ob es um gesunde Ernährung in der Schule oder andere Themen ging – alle haben mitgeholfen.«

Wer an diesem Vormittag nicht dabei sein konnte, muss sich nicht grämen. Marianne Melchior versprach, dass die Veranstaltung keine Eintagsfliege bleiben wird.

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