Jugendliche tragen im Umweltausschuss ihre Ideen zum Klimaschutz vor
Schüler wünschen sich weniger Verkehr

Hiddenhausen (WB). OPG-Schülerin Phöbe Schröder und ihre Mitstreiter sind derzeit in Hiddenhausen sehr gefragt. Ihren jüngsten Auftritt hatten fünf Schülerinnen im Feuerschutz- und Umweltausschuss am Dienstagabend. Ihr Anliegen: der Umweltschutz.

Donnerstag, 07.03.2019, 10:12 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 10:44 Uhr
Die OPG-Schülerinnen Phöbe Schröder, Marie Laux, Laura Esau, Rebecca Singerhoff und LIna Bonke trugen ihre Anliegen in Sachen Klimaschutz im Umweltausschuss vor. Foto: Koteras-Pietsch

Nicht immer gibt es so viel Lob in einem Ausschuss. Am Dienstagabend waren sich aber alle Parteien einig: »Daumen hoch für dieses Engagement«, wie Julian Pühse (SPD) es ausdrückte.

Begonnen hatte alles, als am 25. Januar etliche Schüler der Olof-Palme-Gesamtschule, allen voran Phöbe Schröder, unter dem Motto »Fridays for Future« den Unterricht schwänzten und für den Klimaschutz demonstrierten . Das Engagement rief schnell die Politiker auf den Plan.

Noch während der Demonstration ließ Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer sich an der Schule sehen – sein Büro liegt schließlich auch direkt gegenüber. Darüber hinaus hat es unter anderem auch bereits ein Gespräch mit Vertretern der CDU gegeben, ein Termin mit den Grünen steht in der kommenden Woche an.

Liste mit Ideen

Die jungen Leute haben inzwischen eine Liste mit Ideen erstellt, wie mehr für den Klimaschutz getan werden kann. Im Schulausschuss hatten sie Gelegenheit, ihre Ideen vorzustellen.

Vorrangigste Themen sind für die Schüler der Individualverkehr und eine Nachhaltigkeits-AG. Für letzteres wünschen sich die Schüler einen Raum in der Schule. »Wenn wir einen festen Ort für Treffen hätten, wären wir schon einen Schritt weiter«, betonten die Schülerinnen. Von hier aus könnten zum Beispiel Müllsammelaktionen, eine Fahrradwerkstatt oder ein Repair-Café organisiert werden.

Zum Thema Verkehr beklagen sich die Schüler unter anderem über die Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schultür fahren müssen. Und meist bringe jeder Elternteil nur ein Kind. Eine Mitfahrzentrale könnte, in Kooperation zwischen Schule und Gemeinde, organisiert werden. In diesem Zusammenhang wünschen sich die Schüler auch bessere Busverbindungen und günstigere Tickets.

Ansprechpartner für Umweltfragen

Für die Gemeinde schlagen sie vor, Altglascontainer nicht am Radweg zu postieren, die Instandhaltung von Radwegen, die Bezuschussung eines Lastenfahrrades, mehr Bänke, damit ältere Menschen mehr zu Fuß gehen können, und einen Ansprechpartner für die jungen Leute in Sachen Klimaschutz. Dieser Wunsch könnte erfüllt werden. Ansprechpartnerin ist künftig Stefanie Engbrocks im Amt für Umwelt.

Einstimmig verabschiedet wurde der Antrag der CDU, dass sich die Gemeinde Hiddenhausen konkrete Klimaschutzziele mit einer Perspektive bis mindestens 2030 gibt. Zudem sollen Fördermöglichkeiten geprüft werden. Die Ziele des Kreises Herford wird eine Mitarbeiterin in der nächsten Umweltausschusssitzung am 7. Mai vorstellen.

Kommentare

michael schönow  wrote: 07.03.2019 13:23
das
passt aber Straßen NRW und dem Bürgermeister bestimmt nicht. WIe wäre es, wenn man z.B. die Bünder Straße Enger-Straße-B61, zwischen 22.00 und 6.00 einen totalen LKW-durchfahrtverbot verhängt.
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