Bonitas erhält Baugenehmigung – 29 Plätze für Pflegebedürftige in Oetinghausen
Kurzzeitpflege im Sparkassenkomplex

Hiddenhausen (WB). Wo einst Küchen verkauft und Geldgeschäfte erledigt wurden, ziehen im kommenden Jahr pflegebedürftige Menschen ein. Der Pflegedienst Bonitas richtet in dem früheren Geschäftshaus gegenüber dem NP-Markt in Oetinghausen eine Kurzzeitpflege ein. Noch im März sollen die Bagger anrollen.

Samstag, 02.03.2019, 12:11 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 12:20 Uhr
Tim Hellemann, Leiter des Bonitas-Gebäudemanagements, und Bonitas-Chef Lars Uhlen (rechts) vor dem ehemaligen Sparkassengebäude in Oetinghausen. Noch im März sollen hier die Umbauarbeiten für eine Kurzzeitpflegeeinrichtung beginnen. Foto: Ruth Matthes

»Die Baugenehmigung ist vorige Woche endlich eingetroffen«, sagt Bonitas-Geschäftsführer Lars Uhlen. Bereits Anfang 2018 war der Antrag herausgegangen. »Da im Fall der Kurzzeitpflege auch der Landschaftsverband mit im Boot sitzt, dauert es seine Zeit, bis alles genehmigt ist«, erklärt Tim Hellemann, Leiter des Bonitas-Gebäudemanagements.

Wintergarten

Im Gegensatz zu anderen Bonitas-Häusern – im Kreis Herford gibt es bisher sechs, drei davon in Hiddenhausen – wird das Gebäude nicht in sonnigem Gelb erstrahlen, sondern seine Klinkerfassade behalten. »Zum Platz hin, auf Höhe des künftigen Wohnzimmers, soll ein Wintergarten angebaut werden«, so Uhlen. Im Norden erhalten die Zimmer tiefe Fenster mit Balkongeländer. Dafür müssen Öffnungen in die Fassade geschnitten werden. Hinzu kommen Fräsarbeiten für das Verlegen von Leitungen im Inneren.

Damit die Kurzzeitpflegeeinrichtung auch einen Garten bekommt, wird das Pflaster rund um das 1400 Quadratmeter Grundfläche umfassende Gebäude aufgenommen und durch Grün ersetzt. »Dort, wo jetzt das Regenrückhaltebecken ist, bauen wir eine Rigolenanlage, eine Art Rückhaltebecken unterhalb des Gartens«, erklärt Hellemann. Insgesamt investiert Bonitas hier 400.000 Euro.

Nachfrage groß

In dem Haus werden 29 Einzelzimmer mit Bad für Menschen eingerichtet, die nach einem Klinikaufenthalt noch nicht fit genug für die eigene Wohnung sind, auf einen Heimplatz warten oder während des Urlaubs ihrer Angehörigen Betreuung benötigen. 30 Pflegekräfte werden sich um sie kümmern. Bezugsfertig soll das Haus im Februar 2020 sein.

Der Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen sei groß, so Uhlen. Nachdem der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen geändert habe, sei es nun möglich, diese auch kostendeckend in einem Komplex gebündelt anzubieten und nicht nur eingestreut in Altenheimen wie dies bisher der Fall ist. »Die Kurzzeitpflege wird für vier Wochen von der Kasse übernommen, eine Verlängerung ist möglich«, informiert Uhlen. Die Kosten liegen, entsprechend einem Heimplatz, bei 3000 bis 3500 Euro.

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