Neues Team begrüßt 100 ältere Mitbürger in der Lippinghauser Kirche Erste Seniorenfeier nach zehn Jahren

Hiddenhausen (WB). Seit zehn Jahren hat es in Lippinghausen keine Seniorenfeier mehr gegeben. Dank eines engagierten Teams aus acht Leuten gab es nun eine Neuauflage, die auf großen Zuspruch stieß.

Von Sophie Hoffmeier
Im stilechten Nana-Mouskouri-Kostüm singt Gisela Bahr bei der Seniorenfeier »Weiße Rosen aus Athen«.
Im stilechten Nana-Mouskouri-Kostüm singt Gisela Bahr bei der Seniorenfeier »Weiße Rosen aus Athen«. Foto: Sophie Hoffmeier

Der Grund, warum die Seniorenfeiern damals ein Ende fanden, ist eigentlich ein ziemlich banaler: »Wir hatten niemanden mehr, der uns mit den Tischen geholfen hat«, erzählt Doris Heinrichs. Sie ist Leiterin der Frauenhilfe. Diese war damals für die Ausrichtung der Veranstaltung zuständig. Für die Organisation der Feier hat sich nun ein ganz neues Team aus acht Personen gegründet. Sie alle sind wie auch Doris Heinrichs bereits in anderen Bereichen aktiv.

Dass der Bedarf an einer solchen Zusammenkunft durchaus da ist, zeigte ein Blick auf die voll besetzten Tische im Kirchraum. 100 Gäste waren der Einladung gefolgt.  »Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute kommen«, erzählt die Lippinghauserin Erika Ellersiek. Sie und ihre Tischnachbarin Monika Wellensiek sind froh, dass es dieses Angebot wieder gibt: »Sonst trifft man sich in unserem Alter nicht mehr so oft.«

Neuer Raum

Angeschrieben wurden Senioren ab 70 Jahren aus Lippinghausen und Hiddenhausen. Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer überbrachte in einer kurzen Ansprache Grüße der Gemeinde und lobte die Idee der Neuauflage:  »Das hier ist wirklich ein schönes Bild, wenn ich mich so umschaue.«

Der Rahmen der Seniorenfeier ist der gleiche geblieben. Die wohl größte Neuerung ist, dass sie nun in den Räumlichkeiten der Kirche stattfindet. Das alte Gemeindehaus wird inzwischen für den offenen Ganztag der anliegenden Grundschule genutzt und stand nicht zur Verfügung. »Das ist schon etwas anderes. Aber wir haben hier jetzt nun einmal ein Gemeinschaftshaus. Das ist die Zukunft«, sagt Doris Heinrichs: »Ich denke, Jesus hätte nichts dagegen, wenn wir hier fröhlich und lustig sind.«

Musikalische Reise

Der Posaunenchor Hiddenhausen-Lippinghausen begleitete die Seniorenfeier an seinen Instrumenten.  Eine musikalische Reise durch Europa unter »Reiseleiterin« und Pfarrerin Andrea Kretschmer sorgte nach Kuchen und Kaffee für Nostalgie-Momente. Alte Schlager entführten von Düsseldorf über Amsterdam und Paris bis in den Süden nach Italien und Athen. Zu »Tulpen aus Amsterdam« verteilten Gerd und Angelika Stratmann Schnittblumen an die Gäste. Dazu gab es von Gisela Bahr am Ende der Reise »Weiße Rosen aus Athen«. 

»Es hat uns wirklich großen Spaß gemacht und der Anklang war toll«, zog Mitorganisatorin Renate Mester das Fazit: »Wir würden das jetzt gerne wieder regelmäßig machen. Jährlich wäre in dieser Größenordnung denkbar.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.