Weil für Hilfsmittel-Verkauf erforderliche Qualifizierung fehlte, sind Brüder nun ruiniert
1737-facher Betrug ohne Schaden

Herford (WB) -

Alle Verfahrensbeteiligten waren sich einig: Für einen Laien ist der 1737-fache Abrechnungsbetrug mit einer Gesamtsumme von weit über einer Million Euro nur schwer nachzuvollziehen. Von Bernd Bexte
Mittwoch, 14.04.2021, 02:39 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.04.2021, 02:39 Uhr
Das Sanitätshaus verkaufte auch Rollatoren. Die erforderliche Qualifizierung dafür fehlte jedoch über Jahre. Foto: Louisa Reinker
„Den Patienten und den Krankenkassen ist kein wirtschaftlicher Schaden entstanden“, fasste Amtsrichterin Alea Blöbaum zusammen. Dennoch verurteilte das Schöffengericht am Dienstag das geständige Brüderpaar (58/57) zu 22 beziehungsweise 18 Monaten Haft auf Bewährung. Denn rein rechtlich handele es sich um gemeinschaftlichen Betrug – weil sie Heil- und Rehamittel ohne die dafür notwendige Qualifizierung verkauften. Die Brüder betrieben seit 2005 in Herford bis zur Insolvenz im Jahr 2019 ein Sanitätshaus. Der Ältere war faktisch der Chef.
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