Kontroverse um die Haltung zum OWL-Forum
FDP bezeichnet CDU als „Umfallerpartei“

Herford (WB/man). -

Mit ihrer Zustimmung zum OWL-Forum sei die Herforder CDU zur Umfallerpartei geworden. Dies behauptet FDP-Ratsherr Eckhart Klemens. Seine Partei befürwortet das Forum auch und favorisiert den Standort am Janup.

Dienstag, 06.04.2021, 02:00 Uhr

 

In einer Stellungnahme schreibt Klemens: „Was die CDU der FDP vorgeworfen hat, als der Rat mit den entscheidenden Stimmen der FDP für die Beantragung der Fördermittel zum Bau eines OWL-Forums votierte, trifft nun auf die CDU zu – Umfaller . Das hörte man ja auch aus den eigenen Reihen.“ Mehrfach hatten Vertreter der CDU jedoch betont, dass sich die Ablehnung vor der Kommunalwahl gegen ein OWL-Forum in der ursprünglich angedachten Dimension gerichtet habe. Die alten Planungen waren von einem Zweisäler am Standort Güterbahnhof ausgegangen. Die Kosten wurden auf 97 Millionen Euro beziffert, neben Räumen für Theater und NWD sollte auch ein Eventbereich entstehen.

Die neue Planung sieht einen Neubau an der Stelle des Theaters vor – doch die FDP erkennt hier offenbar keinen neuen Sachverhalt, sondern wirft der CDU vor: „Auch wenn es nun Veranstaltungszentrum heißen soll, die CDU knickt ein. Sie weicht von ihrem Wahlprogramm „OWL-Forum nicht mit uns“ ab.“

Für die Liberalen ist für ein Forum der Janup der beste Standort: „Für den Janup sprechen die Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt. Die Belebung des Gänsemarktes beziehungsweise der Radewig, das GoParc-Parkhaus, das angedachte Parkhaus an Stelle des Sparkassengebäudes – das sind Synergien, die es zu nutzen gilt und die die Baukosten exorbitant reduzieren würden.“

Als Argumente gegen einen Bau am alten Theater nennt Klemens: „Parkplatzprobleme und damit zusätzliche Parkraumschaffung, Entfernung zur Innenstadt, Unterbrechung des Theaterangebotes, was auch nicht mit Provisorien zu leisten ist, und vor allem der Denkmalschutz, immerhin steht der Theaterbau für den Baustil der 50/60 Jahre.“

Die FDP habe Bürgermeister Tim Kähler im Wahlkampf gestützt, betont Klemens. Sie halte ihn nach wie vor für einen Bürgermeister, der etwas bewege: „Aber er braucht ein Korrektiv, drum sei gesagt: Weise Lenker nehmen Hinweise respektive Korrekturen ernst.“

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