Nach einer Woche Wechsel-Unterricht: Hiddenhauser Schüler sind glücklich, Freunde und Lehrer zu treffen und in der Schule lernen zu dürfen
Endlich wieder Unterricht

Hiddenhausen (WB) -

„Wir sind alle froh, dass wir wieder da sein dürfen. Die Lehrer sowieso und die Kinder sind so richtig glücklich“, sagt Manuela Uphof, Leiterin der Grundschule Sundern. Trotz Maske ist auch ihr die Freude anzusehen.

Dienstag, 02.03.2021, 05:06 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 10:26 Uhr
Distanz zum Mitschüler und Maske tragen – das ist für die Zweitklässler in der Grundschule Sundern schon selbstverständlich geworden. Foto: Karin Koteras-Pietsch

Wechselunterricht ist seit gut einer Woche angesagt. An ihrer Schule sind die Klassen in zwei feste Gruppen eingeteilt. „Dabei haben wir darauf geachtet, dass zum Beispiel Geschwisterkinder natürlich in einer Gruppe sind“, meint Uphof. Und sie versäumt es nicht, den Eltern einmal ein dickes Lob auszusprechen. „Die Kinder sind motiviert und konzentriert. Es ist nicht so, wie mancher befürchtet hat, dass sie schwer wieder reinkommen.“ Das zeige, so Uphof weiter, dass das Homeschooling in den meisten Fällen richtig gut gelaufen sei.

Und seit der Präsenzunterricht wieder gestartet ist , läuft es in Sundern richtig gut. Aus den acht Klassen – je zwei in jedem Jahrgang – kommt Gruppe A am Montag und Mittwoch, Gruppe B am Mittwoch sowie Gruppe B der ersten und zweiten Klasse am Donnerstag und Gruppe B der dritten und vierten Klassen am Freitag. „Das hängt damit zusammen, dass parallel ja auch noch die Notbetreuung läuft“, erklärt die Schulleiterin.

Gestemmt werden muss das alles von acht Klassenlehrern und einem Fachlehrer – eine echte Herausforderung. Hinzu kommen noch Beratungsstunden, die die Lehrer anbieten. Jeder Schüler kann sich auf der Plattform Meetzi zuschalten und Fragen zu Lerninhalten stellen. Für alle Jahrgänge gibt es getrennten Pausenzeiten, Pausenflächen, Toiletten. Und für Schüler und Lehrer gibt es Extra-Pausenzeiten, in denen sie ihre Maske auch mal absetzen dürfen. „Die Kinder haben sich dann aber so viel zu erzählen, dass sie manchmal vergessen, ihre Maske abzusetzen. Sie tragen sie einfach so selbstverständlich. Sie machen das richtig toll“, lobt die Schulleiterin .

Fast ebenso zufrieden mit dem Ablauf an seiner Schule unter erschwerten Bedingungen ist Peter Weber, didaktischer Leiter des Johannes-Falk-Hauses. Die Schüler der Unter- und Mittelstufe kommen hier allerdings im 14-tägigen Wochenrhythmus. Täglich sind 65 Schüler in der Schule. Für die Ober- und Berufspraxis-Stufe gilt weiterhin der Distanzunterricht.

Bei der Einteilung der Gruppen in den unteren Stufen haben die Lehrer geschaut, was die Bedürfnisse zu Hause sind. Und auch hier wurde darauf geachtet, dass Geschwisterkinder in der selben Woche Unterricht haben. „Die Schüler freuen sich so, dass sie wieder kommen dürfen. Schule ist so wichtig und sie haben es schon so lange ohne ausgehalten“, meint Weber. Endlich könnten sie die Lehrer wieder treffen, immerhin seien auch sie für die Schüler Bezugspersonen. Dank Digitalisierung können Schüler aus den unteren Stufen auch während ihrer Zeit zu Hause an Dingen in der Schule teilnehmen, zum Beispiel am Morgenkreis oder dem Start in den Tag. „Es ist ein Spagat, den wir hier hinlegen. Aber wir geben alles“, meint Weber und spricht damit den meisten seiner Kollegen aus dem Herzen.

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