Kommentar zur Neugestaltung der Herforder Innenstadt mit dem Archäologischen Fenster
Keine Autos am Rathausplatz

Herford (WB) -

Für fast vier Millionen Euro wird bis zum Frühjahr 2022 das Archäologische Fenster am Münster gebaut, das von der besonderen Herforder Stiftsgeschichte erzählen wird. Mit der Rathaussanierung und der Modernisierung der Markthalle ist in den vergangenen Jahren viel Geld in Herfords gute Stube geflossen. Da passen die Autos auf dem Rathausplatz nicht mehr ins Bild, findet HK-Redaktionsleiter Ralf Meistes im Kommentar.

Samstag, 27.02.2021, 05:49 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 09:08 Uhr
Noch dürfen Autos auf dem Rathausplatz parken. Wenn im Frühjahr 2022 das Archäologische Fenster am Münster öffnet, sollte sich die Stadt einen anderen Standort für einen Parkplatz suchen. Foto: Ralf Meistes

Wenn im Frühjahr nächsten Jahres das Archäologische Fenster am Münster fertiggestellt ist, dann ist das zugleich der Abschluss einer erheblichen Investition in Herfords gute Stube. Mit dem Rathausumbau, der Modernisierung der Markthalle und der neuen Museumsattraktion werden dann mehr als zehn Millionen Euro in Herfords Mitte geflossen sein.

Damit einer der schönsten Plätze in OWL dann auch wirkt, müssen allerdings die Autos vom Rathausplatz verschwinden. Gesprochen wird darüber schon lange. Längst gibt es Überlegungen, an der Stelle, an der sich heute noch die Hauptstelle der Sparkasse befindet, einen Neubau mit Parkmöglichkeiten zu errichten. Nur wie lange soll dieser Planungsprozess dauern? Ist eine Umsetzung erst in fünf, acht oder zehn Jahren möglich, dann wäre das schöne Neue, was gerade zwischen Münster, Markthalle und Rathaus entsteht, eben nicht mehr ganz so neu.

Wie viel Potenzial aber der Platz hat, wenn auf ihm keine Autos stehen, ist zuletzt bei der Wiedereröffnung der Markthalle 2019 deutlich geworden , als zwischen Markthalleneingang und Rathaustreppe ein Platz zum Verweilen geschaffen wurde.

Sollten sich die Neubaupläne am heutigen Standort der Sparkasse nicht rasch umsetzen lassen, müssen Alternativen auf den Tisch, denn die Markthändler haben recht, wenn sie fordern, dass die Parkmöglichkeiten nicht zu weit vom Marktgeschehen entfernt sein sollten.

Eine Idee war der Bau einer Parkpalette auf dem Parkplatz am Amtsgericht. Das Problem ist: Bei der Umsetzung müssten dort viele Bäume gefällt werden. Doch es gibt noch weitere innerstädtische Flächen, die in Betracht kämen. Was ist eigentlich mit dem ehemaligen Gefängnis hinter dem Amtsgericht oder der Fläche des alten Telekom-Gebäudes an der Straße Auf der Freiheit? Hiermit sollte sich der zuständige Bauausschuss einmal befassen.

Also: Nachdem im Frühjahr 2022 die gute Stube herausgeputzt und um eine Attraktion reicher ist, sollten die Autos vom Rathausplatz verschwinden. Vielleicht ist dann ja auch mal ein Weihnachtsmarkt vor historischer Kulisse möglich.

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