Hochschule für Kirchenmusik: Mitfinanzierung durch Kirchenkreis möglich
Reinmuth drückt aufs Tempo

Herford (WB) -

An den vielzitierten Paukenschlag erinnerte die Ankündigung, die Evangelische Landeskirche plane einen Neubau der Hochschule für Kirchenmusik in Bochum. Zahlreiche Leserbriefschreiber haben sich zu dem Thema bereits geäußert.

Dienstag, 09.02.2021, 05:50 Uhr
Die Hochschule für Kirchenmusik steht in Herford vor einer ungewissen Zukunft. Finanzielle Unterstützung könnte vom Kirchenkreis kommen. Foto: Moritz Winde

 

Am Mittwoch wird sich Superintendent Dr. Olaf Reinmuth mit Herfords Bürgermeister Tim Kähler treffen. Anfang kommender Woche ist ein Gespräch mit dem Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow geplant.

Mit Kähler will Reinmuth über die Situation auf dem Bildungscampus sprechen. Der Bürgermeister hatte im Vorfeld auf räumliche Möglichkeiten hingewiesen und der Kirche auch angeboten. Im Gespräch mit dem HK hatte er bekräftigt, die Räumlichkeiten ständen weiterhin zur Verfügung.

Notwendig werden Erweiterung oder Neubau, weil die Landeskirche plant, die Bereiche der klassischen Kirchenmusik (Herford) und der Pop-Ausrichtung (Witten) an einem Standort zu bündeln. Während der jüngsten Kreissynode hatte der Superintendent über die Planungen informiert, von denen die Geistlichen bisher nichts wussten. Derzeit gibt es einen Prüfauftrag für den Standort Bochum.

Dabei war von Baukosten in Höhe von etwa 16 Millionen Euro die Rede. Das Finanzielle sei nicht ganz unwichtig, räumte von Bülow ein. „Der Kirchenkreis könnte einen Bruchteil seines Vermögens einbringen“, sagt Reinmuth. Das Ganze komme auf die Größenordnung an: „Wenn wir die Hälfte geben sollen, dann geht es nicht.“

Die nächste Kreissynode ist für Ende Juni terminiert, doch sollen entscheidende Gespräche jetzt möglichst schnell geführt werden. Er müsse erst einmal ausloten, so der Superintendent, ob seitens der Landeskirche überhaupt Gesprächsbereitschaft bestehe. Wenn die Kirche bereit sei, neu zu verhandeln, könne man ein Angebot machen. Dann sei zu überlegen, wie die Finanzierung aussehen könne.

Insgesamt 80 Studierende müssen an der gemeinsamen Hochschule untergebracht werden. Seitens der Herforder Abteilung ist auch die Möglichkeit genannt worden, den Standort an der Parkstraße zu erweitern. Da die Evangelische Landeskirche die Hochschule betreibt, ist die Standortfrage laut Reinmuth Sache der Landeskirche. Dass das Kirchenleben der Region von der Hochschule profitiert, steht für ihn außer Frage: „Die 40 Studenten sind in den Gemeinden sehr kreativ. Sie spielen Orgel oder leiten Chöre. Da passiert viel.“

Klar ist für den Superintendenten, dass es keine Entscheidung ohne die Synode geben kann. Nur: „Die Landeskirche hat offenbar wenig Zeit. Darum muss schnell gehandelt werden.“

 

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