Planvarianten für ICE-Trasse: große Besorgnis in Vlothoer Ortsteilen
„Die Leute sind in Aufruhr“

Vlotho (WB) -

Die von der Deutschen Bahn vorgestellten Planvarianten 2 und 5 für das ICE-Projekt Hannover-Bielefeld haben in Vlotho und den Ortsteilen Bonneberg, Exter und Uffeln große Unruhe ausgelöst

Mittwoch, 03.02.2021, 22:20 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 08:36 Uhr
Ortsvorsteher August-Wilhelm König aus Exter teilt die Sorgen der Menschen in der Region. Foto: Joachim Burek

„Den Leuten zeigen diese sehr detailgenau ausgeführten neuen Planvarianten die ganze Dimension dieses Projekts auf. Sie sind in Aufruhr“, gab August-Wilhelm König als Exteraner Ortsvorsteher und Vlothoer Ratspolitiker am Mittwoch ein Stimmungsbild aus der Stadt und den Ortsteilen.

Diese Dimensionen wollte der Ortsvorsteher in einer von ihm angefertigten Karte über den Trassenverlauf der beiden Vlotho betreffenden Planvarianten jetzt ganz deutlich veranschaulichen. Betrachte man diese Planung, beunruhigten dabei drei „Hotspots“ die Bürger ganz besonders. Da sei zum einen die geplante 1,7 Kilometer lange Talbrücke, die aus Bad Salzuflen kommend in Exter in 20 Metern Höhe direkt über die Autobahnkirche, den Friedhof und zahlreiche Gehöfte führe, zum anderen das geplante 1,7 Kilometer lange Viadukt über den Ortsteil Bonneberg sowie die Brücke über das Wesertal, die die Trasse über das Klärwerk und die Weser in den Buhn hinein führe.

„Als Mogelpackung stellt sich insbesondere der für diese Trassenplanung in Anspruch genommene Slogan ‚autobahnbegleitend‘ heraus. Denn von den möglichen zehn Autobahnkilometern in unserem Bereich sind tatsächlich nur 1,5 Kilometer autobahnbegleitend“, kritisiert der Ortsvorsteher.

Die Bürger seien empört darüber, dass seitens der Bahn zuletzt stets von dem „weißen Blatt Papier“ auf dem das jetzige Planungsverfahren beginne, gesprochen worden sei, nun aber plötzlich so konkrete Planvarianten präsentiert würden.

August-Wilhelm König weiter: „ Was die Bürger hier vor Ort bei diesen beiden neuen Trassenvarianten daher so besorgt macht , ist der eigentliche Planauftrag dieses ICE-Projekts, nämlich die Fahrtzeit von Bielefeld nach Hannover auf 31 Minuten zu verkürzen. Denn nur über diese beiden Varianten 2 und 5 ist dies zu realisieren. Wir gehen daher davon aus, dass die Umsetzung so kommen wird, wenn an diesem Ziel festgehalten wird.“

Nachdrücklich fordert der Vlothoer Ratspolitiker alle Planungsbeteiligten auf, als Alternative auf den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke zu setzen. „Dann könnte sofort Geld in die Hand genommen und die bestehende Strecke ausgebaut sowie die Bahn-Infrastruktur dort verbessert werden“, so König.

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