Sechs Arko- und drei Hussel-Filialen in Ostwestfalen-Lippe betroffen
Süßwaren-Geschäfte insolvent

Wahlstedt/Bielefeld (dpa/WB/in) -

Die Corona-Krise bringt nun auch namhafte Süßwarengeschäfte in Bedrängnis: Die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehörenden Fachhändler Arko, Eilles und Hussel haben beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein vorläufige Insolvenz in Eigenregie beantragt.

Montag, 18.01.2021, 21:08 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 22:45 Uhr
Hussel-Filiale - Archivfoto aus dem Osterverkauf. Das Saisongeschäfts ist für die Süßwarenbranche von großer Bedeutung.

 Der Geschäftsbetrieb der auf Süßwaren, Kaffee und Tee spezialisierten Geschäfte solle in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte der Geschäftsführer der DCH-Gruppe, Patrick G. Weber, am Montag mit. Das Amtsgericht sei den Anträgen gefolgt.

Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, teilten die beiden vorläufigen Sachwalter Dietmar Penzlin und Tjark Thies mit. Grund für den Schritt seien die Belastungen durch die Corona-Krise.

DCH betreibt nach eigenen Angaben unter den Marke Arko, Eilles und Hussel bundesweit rund 300 eigene Filialen, weitere Filialen und Franchisebetriebe in Österreich und Tschechien sowie rund 4000 Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel und in Bäckereien. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter und erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.

Arko-Filialen gibt es in Ostwestfalen-Lippe insgesamt sechs, und zwar in Bielefeld (2), Minden, Herford, Lemgo und Detmold. Hinzu kommen drei Hussel-Confisserien in Bielefeld, Paderborn und Bad Salzuflen.

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