Hilfsprojekt „Wünschewagen“ gibt es jetzt auch im Kreis Herford
Den letzten Wunsch erfüllen

Herford -

Für manche schwerstkranke und sterbende Menschen sind selbst kleine, aber ersehnte Ausflüge oftmals unmöglich. Ab sofort gibt es im Kreis Herford das Projekt „Wünschewagen“, um Hilfe zu leisten.

Montag, 11.01.2021, 05:30 Uhr
Für schwerstkranke und sterbende Menschen ein Geschenk: Kerstin Hensel und Pfarrer Holger Kasfeld von der Hospiz Herford gGmbH nehmen ab sofort Wünsche und Spenden an für den „Wünschewagen. Foto: Alexander Kroeger

Die Initiatoren hoffen, dass im Frühjahr die ersten Wünsche erfüllt werden können. „Unser Projekt soll es möglich machen, einzelnen Menschen am Ende ihres Lebens einen letzten Wunsch zu erfüllen“, erklärt Kerstin Hensel, Vorstandsvorsitzende des Diakonisches Werkes im Kirchenkreis Vlotho und Geschäftsführerin der Hospiz Herford gGmbH. Das Hilfsprojekt wurde aufgrund einer persönlichen Geschichte einer Betroffenen initiiert.

„Auch die Angehörige von schwer Erkrankten sind häufig organisatorisch und emotional bis an die Grenzen und darüber hinaus gefordert. Oft reichen die Kräfte und Möglichkeiten nicht aus, um dem Betroffenen und sich selbst auch unbeschwerte Augenblicke und Erlebnisse zu schaffen“, berichtet Diakoniebeauftragter Pfarrer Holger Kasfeld vom Evangelischen Kirchenkreis Herford und ebenfalls Geschäftsführer der Hospiz Herford gGmbH.

Der Projektgedanke sieht vor, dass grundsätzlich jeder Mensch seinen letzten tiefen Wunsch „anmelden“ kann. Mitfahren darf, wer noch transportfähig ist. Das Ziel – ob ans Meer, in die Berge, zum Fußballspiel, zu der entfernten Familie oder noch einmal nach Hause – bleibt dem Wünschenden überlassen.

Die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ übernimmt für fünf Jahre eine organisatorische Anschubfinanzierung. Außerdem wird ein Reservefahrzeug der kreiseigenen Rettungswache für die Fahrten vorerst zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns, so ein bedeutungsvolles Projekt zu unterstützen, welches den betroffenen Menschen einen letzten schönen und würdevollen Moment beschert“, betont Landrat Jürgen Müller, der zugleich Vorsitzender der Stiftungskuratoriums ist.

Um dem Projekt einen Rahmen zu geben, wird es organisatorisch an die Hospiz Herford gGmbH angebunden, dessen Gesellschafter das Diakonische Werk Vlotho und der Kirchenkreis Herford sind. Die gemeinnützige Gesellschaft darf Spenden annehmen und bescheinigen.

Hensel: „Die Anschubfinanzierung ist sehr wichtig, doch allein reicht sie nicht aus. Das Hilfsprojekt ´Wünschewagen´ ist auf weitere Spenden und auch auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen angewiesen.“ Ab sofort werden Wünsche und Spenden gesammelt.

Spendenkonto: Hospiz Herford gGmbH, IBAN: DE93 4945 0120 0000 0290 90 bei der Sparkasse Herford, Stichwort „Wünschewagen“.

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