Am Donnerstag erste Runde mit Vertretern der DB, von Ministerien und Kommunen – „Jeder kann Fragen stellen“
ICE-Trasse: Bahn lädt Bürger zum Online-Dialog

Herford/Vlotho (WB) -

Auch wenn er nur digital im virtuellen Raum steht: Zur Planung der umstrittenen ICE-Bahntrasse zwischen Bielefeld und Hannover werden sich am kommenden Donnerstag, 14. Januar, erstmals Beteiligte von Bahn, Verkehrsministerien und Anrainerkommunen in einer öffentlichen Veranstaltung an einen Tisch setzen.

Freitag, 08.01.2021, 18:39 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 09:50 Uhr
Um die Planung der umstrittenen ICE-Bahntrasse zwischen Bielefeld und Hannover, die auch durch Herford, Bad Salzuflen und Vlotho führen soll, geht es bei der Digital-Veranstaltung am Donnerstag, 14. Januar. Foto: Westfalen-Blatt

Bürger können sich zur Online-Veranstaltung zuschalten und Fragen stellen. „Dies ist der Auftakt zu einem umfassenden und transparenten Planungsdialog“, kündigt Peter Mantik an, Pressesprecher für Großprojekte Nord der Bahn. Über www.hannover-bielefeld.de können sich alle Interessierten zum Live­stream zuschalten und im Chat Fragen stellen, die im Verlauf der Veranstaltung beantwortet werden. „Sollte dies zeitlich nicht möglich sein, werden die Antworten später schriftlich auf die Seite gestellt“, sagt Mantik. Beginn ist um 18 Uhr, Ende gegen 20.30 Uhr.

Auf dem virtuellen Podium sitzen unter anderem der niedersächsische Verkehrsminister Bernd Althusmann, NRW-Staatssekretär Hendrik Schulte, Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Minden-Lübbeckes Landrätin Anna Bölling, stellvertretend für alle betroffenen Kreise in NRW, und Sonja Gerlach, Bürgermeisterin von Porta Westfalica als Stimme aller potenziellen Anrainer-Kommunen in NRW, also auch Vlotho und Herford, ebenso führende Vertreter der Bahn AG. „Ja, es sitzen keine Vertreter aus dem Kreis Herford auf dem Podium. Uns ist die Problematik vor Ort aber bewusst“, betont der DB-Sprecher.

Die Anliegen aus dem Kreis Herford seien mit ihm abgestimmt, bestätigt Landrat Jürgen Müller. „Es hat im Vorfeld Gespräche gegeben.“ Mantik ergänzt: „Bei etwa einem Dutzend zugeschalteter Personen sind mehr Redebeiträge einfach nicht möglich. So eine Online-Schaltung muss händelbar bleiben.“

Der Dialog solle verstetigt werden. In einem nächsten Schritt würden auch Bürgerinitiativen vor Ort beteiligt. „Unter anderem soll die Gestaltung dieses Prozesses am Donnerstag besprochen werden.“ Ein Moderator werde die Veranstaltung begleiten, weitere Mitarbeiter die Fragen in Blöcken bündeln. Kapazitäten für mehrere tausend Teilnehmer seien vorhanden.

Die Fahrzeit der ICE-Züge zwischen Hannover und Bielefeld soll bekanntlich von 48 auf bis zu 31 Minuten gesenkt werden. Wie dies geschehen soll, ob durch ein neue Trasse oder eine Ertüchtigung der bestehenden Verbindung, ist umstritten.

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