Große Anteilnahme nach tragischem Zusammenstoß
Gutachten soll Unfalltod klären

Herford (WB) -

Hätte der tödliche Zusammenstoß verhindert werden können? Diese Frage soll ein Dekra-Gutachten klären. Am Freitag machte sich ein Unfallanalytiker auf der Herforder Innenstadtkreuzung ein Bild. Auch der Bus wurde inspiziert.

Freitag, 08.01.2021, 18:30 Uhr
Zeichen der Trauer und des Mitgefühls: Kerzen und Blumen stehen an der Stelle, an der die 18-Jährige starb. Foto: Moritz Winde

Eine 18-Jährige hatte am Donnerstagmorgen auf der Johannisstraße ihr Leben verloren. Die junge Frau war beim Überqueren der Fußgängerfurt von einem aus der Wiesestraße abbiegenden Linienbus erfasst und eingeklemmt worden. Die Feuerwehr konnte sie nur noch tot bergen.

Nach Erkenntnissen der Polizei hatten sowohl der der 57-jährige Busfahrer als auch die Fußgängerin zum Zeitpunkt der Kollision grün. Die Kreuzung ist nach Angaben der Polizei kein Unfallschwerpunkt.

Das Gutachten – es ist bei tödlichen Unfällen Standard – soll Aufschluss darüber geben, ob die Darstellung der Behörden stimmig ist. „Eventuell wird die Staatsanwaltschaft zusätzlich ein lichttechnisches Gutachten anfordern. Das hängt aber von den Ergebnissen ab“, sagt Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier. Bei lichttechnischen Gutachten werden Unfälle aufwendig rekonstruiert.

Trauer und Bestürzung sind groß. Auf der Johannisstraße liegen Kerzen und Blumen. Auf der Facebookseite dieser Zeitung drücken viele ihr Mitgefühl aus. Bianca Lirio schreibt: „Ruhe in Frieden. Du hast dein Leben noch vor dir gehabt. Ich wünsche den Angehörigen viel Kraft für die schwere Zeit. Mein Beil️eid️. Was für eine Tragödie zum Neujahr.“

Ein Dekra-Gutacher macht sich ein Bild von der Unfallkreuzung an der Ecke Wiese-/Johannisstraße.

Ein Dekra-Gutacher macht sich ein Bild von der Unfallkreuzung an der Ecke Wiese-/Johannisstraße. Foto: Moritz Winde

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7757499?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
OWL zieht die Notbremse
In Köln gelten bereits seit einer Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen.
Nachrichten-Ticker