Entscheidung verzögert sich, weil kein Treffen möglich ist
Schützenhof: Herforder Schützen liegt Kaufangebot vor

Herford (WB) -

Kurz vor Weihnachten ist das Schreiben an die Schützengesellschaft zu Herford von 1832 rausgegangen, in der die Stadt Herford den Schützen mitteilt, dass diese den Schützenhof kaufen können. Über die Verkaufsmodalitäten ist Stillschweigen vereinbart worden.

Freitag, 08.01.2021, 05:44 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 09:12 Uhr
Die Schützengesellschaft will zunächst in einer Vorstandssitzung über das Kaufangebot beraten. Foto: Peter Schelberg

Wie berichtet, plant die Stadt Herford auf dem Gelände rund um das heutige Theater den Bau einer Multifunktionshalle, die Theater und Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) unter einem Dach vereint.

Der Schützenhof, in dem die NWD Konzerte gibt, würde dann nicht mehr benötigt. Die Stadt will deshalb die Immobilie an die Schützengesellschaft veräußern. Die Gesellschaft war schon einmal Eigentümerin des Gebäudes, den großen Saal gibt es immerhin seit 1898. Im Jahr 1941 wurde die Stadtgarten und Schützenhof GmbH gegründet, an der die Stadt Herford mehrheitlich beteiligt ist. Die Schützengesellschaft ist mit 27,5 Prozent an dieser Gesellschaft beteiligt.

Sollte ein Verkauf an die Schützengesellschaft nicht zustande kommen, dann soll das Areal für Wohnbauzwecke genutzt werden. Der Betrieb der NWD muss bis auf Weiteres im Schützenhof sichergestellt sein.

Sylvia Czentarra-Thies, Präsidentin der Schützengesellschaft, erklärte auf Anfrage: „Wir müssen über das Kaufangebot zunächst in einer Vorstandssitzung sprechen. Wann wir uns das nächste Mal treffen können, ist aufgrund der Corona-Lage aber unklar. Eine Frist, bis wann wir uns entschieden haben müssen, wurde nicht gesetzt.“

Die Stadt Herford hatte im September 2019 ermitteln lassen, was die Sanierung des Schützenhofes kosten würde. Ergebnis: 13,6 Millionen Euro. Zuletzt sind in den Jahren 2005 bis 2007 der große und der kleine Saal für 1,1 Millionen Euro saniert worden.

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