18-Jähriger stellt sich nach Kollision am Bergertor in Herford – Corona-Verstoß wird geprüft
Ampel-Unfall: Fahrer ermittelt

Herford (WB) -

Die Frage, wer die Ampel am Bergertor umgefahren hat, ist geklärt: Einer der Insassen des Mitsubishi Colt, der am 28. Dezember mit der Signalanlage kollidiert war, hat sich jetzt der Polizei gestellt.

Donnerstag, 07.01.2021, 09:38 Uhr
Der Mitsubishi hatte am Abend des 28. Dezembers die Ampel am Bergertor gefällt. Foto: Daniel Salmon

„Der 18-Jährige gab zu, am Steuer gesessen zu haben“, sagt Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier. Wie berichtet, waren die vier Insassen des Kleinwagens zunächst getürmt, konnten aber später in der Nähe des Unfallorts gefasst werden.

Der Grund für die Flucht nach dem völlig missglückten Abbiegemanöver an der City-Kreuzung: Das Quartett war alkoholisiert, soll zudem Cannabis konsumiert haben. „Und der Unfallfahrer hat auch keinen Führerschein“,, ergänzt Lah-Schnier.

Gegen den 18-Jährigen wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Straßenverkehr und Unfallflucht ermittelt. Ihn erwartet möglicherweise ein teures Nachspiel. Denn den Sachschaden des Unfalls hatte die Polizei auf mindestens 30.000 Euro geschätzt. Ob das das Ende der Fahnenstange ist, steht aber noch nicht fest

Die umgefahrene Ampel ist bis jetzt noch nicht repariert, der abgeknickte Mast liegt noch auf dem Gehweg und ist mit Flatterband abgesperrt. „Wir wissen noch nicht, ob das Fundament der Anlage beschädigt ist. Die Signalbaufirma muss erst ein Tiefbauunternehmen beauftragen, um auszuloten, was alles kaputt ist“, erklärt Sven Johanning, Sprecher der OWL-Niederlassung des Landesbetriebs Straßen NRW.

Nach dem Unfall war zunächst die komplette Ampelanlage an der stark befahrenen Kreuzung ausgefallen und erst nach einem Tag wieder angestellt worden. Johanning: „Wir wussten nicht, wie groß die Schäden sind und wollten einen Kurzschluss vermeiden, bei dem dann noch mehr kaputtgegangen wäre.“ Bis die Fußgängerampel wieder steht, könne es noch eine Weile dauern.

Übrigens: Nicht nur der 18-jährige vermeintliche Fahrer hat wegen des Unfalls Ärger mit der Polizei. Gegen alle vier Insassen des Kleinwagens wird wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt, da sie verschiedenen Haushalten angehören.

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