Ordnungshüter rücken an Silvester im Kreis Herford zu 80 Einsätzen aus – zehn Verstöße gegen Corona-Ausgangssperre
Verdacht auf illegale Party: Polizist verletzt

Herford/Enger (WB) -

Zwar ist die Silvesternacht im Kreis Herford aus Polizeisicht im Vergleich zu den Vorjahren relativ ruhig verlaufen. Bei einem Einsatz in Enger ist ein Beamter allerdings leicht verletzt worden: Ein Betrunkener (30) wollte seine Personalien nicht preisgeben und leistete Widerstand.

Freitag, 01.01.2021, 17:32 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 19:36 Uhr
Ein Mann zündet einen Böller am Silvesterabend an (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Etwa gegen 1.45 Uhr waren die Ordnungshüter an die Herzogstraße im Stadtteil Besenkamp gerufen worden. „Es war ein Hinweis eingegangen, dass sich dort mehrere Personen in einem Garten aufhalten und mit einer Schreckschusspistole schießen“, so Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier auf Anfrage.

Vor Ort stießen die Beamten auf dem Grundstück dann auf ein etwa 30 Quadratmeter großes Partyzelt. Zwei der Anwesenden hätten nach Schilderung der Einsatzkräfte die Flucht ergriffen, als sie die Polizisten entdeckten. Bei der anschließenden Überprüfung zweier weiterer Personen, die sich noch im Garten aufhielten, habe ein 30-Jähriger dann heftigen Widerstand geleistet. Scheinbar war der Engeraner nicht willig, sich ausweisen zu wollen. Er verhielt sich so aggressiv, dass die Beamten Pfefferspray einsetzen mussten. Bei der anschließenden Festnahme des Mannes erlitt einer der Polizisten leichte Verletzungen.

Das sind etwas weniger Einsätze als in den Vorjahren.

Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier

Der uneinsichtige und alkoholisierte 30-Jährige wurde zur Entnahme einer Blutprobe mit auf die Herforder Wache genommen. Bei der späteren Durchsuchung des Gartens seien benutzte und unbenutzte Schreckschusspatronen aufgefunden worden. Gegen den Engeraner wurde Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gestellt. Es steht zudem der Verdacht im Raum, dass bei der Feier gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen wurde. Die weiteren Ermittlungen zu dem Fall dauern an.

Nach Angaben von Simone Lah-Schnier sei die Polizei im Kreisgebiet zwischen 18 Uhr an Silvester und 10 Uhr am Neujahrsmorgen zu insgesamt 80 Einsätzen ausgerückt: „Das sind etwas weniger Einsätze als in den Vorjahren.“ Zumeist seien die Beamten Hinweisen von Bürgern zu möglichen Ruhestörungen oder aber Verstößen gegen das Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen nachgegangen. Zudem seien sie zu einigen kleineren Streitigkeiten gerufen worden.

„In zehn Fällen wurde zudem gegen die im Kreis Herford geltende Ausgangssperre verstoßen“, erklärt die Polizeisprecherin.

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