CDU und SPD wollen Netzausbau vorantreiben – Runder Tisch zum Flächenverbrauch geplant
Glasfaseranschluss für jeden Haushalt in Herford

Herford WB -

Ob in Elverdissen oder in Stedefreund: Die Frage, wie viel Ackerfläche in Bauland umgewandelt werden soll, beschäftigt die Menschen in Herford. Als Reaktion auf die Proteste der vergangenen Jahre wollen CDU und SPD jetzt einen „Runden Tisch Flächenverbrauch“ einrichten.

Mittwoch, 09.12.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 16:52 Uhr
In den kommenden fünf Jahren sollen jeder Haushalt und jeder Betrieb in Herford einen Glasfaseranschluss erhalten. Foto: Guido Kirchner

Das ist Teil der Vereinbarung, die beide Parteien am Dienstag getroffen haben. „Fläche ist endlich und ihre Nutzung soll gut überlegt sein“, heißt es in dem neunseitigen Papier der beiden Parteien. Der Runde Tisch soll bei Bedarf einmal jährlich zusammenkommen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Umweltverbänden sowie Landwirtschaft zusammenführen.

Ebenfalls unter Einbeziehung aller relevanten Akteure soll ein integriertes Mobilitätskonzept für Herford erstellt werden. „Aufgrund einer neu zu erstellenden Verkehrs- und Mobilitätsprognose soll erörtert werden, wie die Mobilität von morgen in Herford nachgefragt und somit gestaltet wird“, schreiben CDU und SPD.

Bürgermeister Tim Kähler hat am Dienstag noch einmal betont, dass dabei „alle Verkehrsträger“ berücksichtigt werden sollen. Ein gegeneinander Ausspielen zwischen Auto- und Fahrradfahrern dürfe es nicht geben.

Einen sehr großen Kreisel, wie ihn Bürgermeister Tim Kähler mal geplant hatte, wird es in der Bahnhofskreuzung nicht geben. Allerdings sollen Pläne erarbeitet werden, die die Situation verbessert. CDU und SPD wollen außerdem ein weiteres Parkhaus in der Innenstadt bauen lassen. „Der Rathausplatz soll in Zukunft autofrei sein“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Besler.

In den kommenden fünf Jahren soll jeder Haushalt und jeder Betrieb in Herford einen Glasfaseranschluss erhalten. Die städtische Holding HVV, unter deren Dach sich unter anderem die Stadtwerke und die Wohnungsbaugesellschaft WWS vereinen, wird beauftragt, in Kooperation mit anderen Unternehmen aus der Region aufzuzeigen, wie eine Umsetzung erfolgen kann.

Darüber hinaus soll die Wirtschaftsförderung mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden, um auch künftig neue Gewerbeflächen entwickeln zu können. „Insbesondere soll das interkommunale Gewerbegebiet weiter entwickelt werden“, heißt es in der Vereinbarung.

Für den Bereich Bildung hat man sich darauf verständigt, dass die Sanierungen des Friedrichs-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Realschule vorgezogen werden sollen. „Die Digitalisierung an Schulen soll weiter vorangetrieben werden“, sagt Thomas Besler.

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