Vlothoer Straße: Zusammenschluss „Fahrradstraße jetzt“ kritisiert Pläne der Stadt Herford
Bündnis spricht von „Bringdienst“ am KMG

Herford (WB) -

Angesichts der hohen Verkehrsdichte könne nur ein Teilstück der Vlothoer Straße probeweise zur Fahrradstraße ausgebaut werden. Diese Erklärung der Verkehrsexperten der Stadt Herford sorgt beim Bündnis „Fahrradstraße jetzt“ für Unmut. Am 9. Dezember, beschäftigt sich der Verkehrsausschuss mit dem Thema.

Dienstag, 08.12.2020, 05:59 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 08:52 Uhr
Ein Parkplatz am Schützenhof könne das Problem mit dem „Schüler-Bringdienst“ am KMG lösen, sagt Doris Eichholz. Foto: Moritz Winde

Ein Ratsbeschluss vom Dezember 2019, der mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken zustande gekommen war, sah vor, dass die Vlothoer Straße von der Kreuzung Marienstraße bis zur Einmündung Stuckenbergstraße zur Fahrradstraße ausgebaut wird. Die Verwaltung teilte aber mit, dass sich auf dem Teilstück Marienstraße bis zur Stadtholzstraße täglich zu viele Autos bewegen und deshalb für diesen Bereich eine Fahrradstraße nicht umsetzbar sei.

Aus Sicht des Bündnisses reicht der jetzt gemachte Vorschlag der Verwaltung nicht aus. Lediglich einen Teil der Vlothoer Straße, nämlich von der Abzweigung Stadtholzstraße bis zur Stuckenbergstraße, soll zur Fahrradstraße gemacht werden. „Herford braucht eine Verkehrswende, die dem Fahrrad einen größeren Raum gibt und den ÖPNV deutlich ausbaut“, sagt Julie Mettenbrink (Pressesprecherin und Vertreterin der Fridays for Future Herford).

Konkret sieht das Bündnis eine nicht mehr vertretbare Verkehrssituation und Missachtung der Verkehrsregeln auf dem Stiftberg, die die Radfahrer massiv gefährdet. „Das Überholverbot wird häufig ignoriert und die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht eingehalten“, sagt Doris Eichholz, Pressesprecherin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands, Ortsgruppe Herford.

Radfahrende sehen sich genötigt, den Gehweg zu benutzen, um einigermaßen sicher zu sein, so Eichholz. Der Bring- und Abholverkehr am Königin-Mathilde-Gymnasium (KMG) sei ein ernstes Verkehrsproblem. „Wenn man sich zusammensetzt, kann man Lösungen dafür finden“, so Eichholz. Man könne einen Parkplatz am Schützenhof für den Schüler-Bringdienst ausweisen, sagt Eichholz. Wenn die Einrichtung einer Fahrradstraße aufgrund der hohen Verkehrsbelastung nicht durchführbar ist, fordert das Bündnis eine alternative Lösung für einen sicheren Radweg.

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