Konditorei Jach stattet Schokoladenfiguren für Herford coronakonform aus
Weihnachtsmann trägt Mundschutz

Herford (WB) -

In Herford gilt Mundschutzpflicht in Teilen der Innenstadt. Daran halten sich auch die Weihnachtsmänner, zumindest die aus dem Hause Konditorei Jach.

Dienstag, 17.11.2020, 05:45 Uhr
Was ihr Mann in der Backstube produziert, verkauft Gesa Jach vorne in der Konditorei. Die Weihnachtsmänner tragen Mundschutz in Rot und Grün. „Wir haben aber auch welche ganz ohne“, sagt Jach. Foto:  Kathrin Weege

Nachdem die Schoko-Osterhasen mit Maske ein absoluter Renner waren, werden jetzt auch die Weihnachtsfiguren entsprechend ausgestattet. „Die Hasen haben wir bis nach Süddeutschland verschickt, nachdem Interessenten sie im Internet gesehen hatten“, erzählt Gesa Jach, die Figuren, Torten und Pralinen im Traditionsgeschäft, das seit 1961 besteht, verkauft.

Meister der Schokolade ist Wiegand Jach. Hinten in der Backstube achtet er auf jedes noch so kleine Detail an den Figuren. Er steht mit einem Heißluftföhn an einem Becken mit dunkler Schokolade. Kräftig rührt er mit einer Kelle um. „Damit die Weihnachtsmänner schön glänzen, muss die Schokolade – es ist Kuvertüre mit weniger Zuckeranteil – auf 32 Grad erhitzt werden“, erklärt der Experte. Ist die Temperatur erreicht, spritzt er die Form zunächst mit dunkler Schokolade aus – für Details wie die Augen.

Das hier ist die Form für den XXL-Weihnachtsmann. Er misst stolze 65 Zentimeter.

Das hier ist die Form für den XXL-Weihnachtsmann. Er misst stolze 65 Zentimeter. Foto: Kathrin Weege

Dann muss alles erst einmal trocknen, bevor es mit dem Bart aus weißer Schokolade weitergeht. Die Mütze ist Rot. „Es handelt sich um eingefärbte weiße Schokolade“, sagt Wiegand Jach. Sind die Details eingegossen, werden die zwei Hälften der Kunststoffform zusammengesetzt und mit Vollmilchschokolade ausgegossen. „Bei den kleinen Exemplaren muss dieser Vorgang zweimal wiederholt werden, bei den größeren drei- bis viermal“, weiß der Konditor. Jedes Mal muss die Schicht erst trocknen, bevor die nächste eingegossen werden kann. „Es ist schon viel Arbeit, aber die macht auch richtig Spaß“, findet Jach. Bevor es an den nächsten Weihnachtsmann geht, säubert er die Form und entlädt sie. „Ist sie statisch geladen, bleibt die flüssige Schokolade nicht an ihrem Platz, Details wie Augen lassen sich nicht ordentlich ‚malen‘“, erläutert Jach.

45 Zentimeter groß ist dieser Nikolaus. Rechts ist er noch in seiner Kunststoffform und trocknet.

45 Zentimeter groß ist dieser Nikolaus. Rechts ist er noch in seiner Kunststoffform und trocknet. Foto: Kathrin Weege

Die Schokolade löst sich erst aus der Form – die zwei Hälften werden mit Klammern zusammengehalten – , wenn sie richtig getrocknet ist. Sind sie raus aus ihrer Hülle, glänzen die Weihnachtsmänner im warmen Braun. Der Verkauf der Figuren hat jetzt begonnen. Es gibt auch Exemplare ohne Mundschutz. Der ist übrigens aus Marzipan, Rot oder Grün eingefärbt, alternativ aus weißem Zuckerguss. Von Größe S bis XXL sind die Weihnachtsmänner erhältlich. Die Kleinsten sind wenige Zentimeter hoch, der Größte misst 65 Zentimeter.

Apropos: Sind es eigentlich Weihnachtsmänner oder Nikoläuse? Das sieht Jach pragmatisch: „Bis zum 6. Dezember sind es Nikoläuse, danach Weihnachtsmänner.“

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