Herforder Verkehrsausschuss berät am 9. Dezember über die geplante Fahrradstraße
Vlothoer Straße: wohin Autos ausweichen

Herford (WB) -

Ab März könnte die Stadt Herford mit der Testphase beginnen, bei der ein Teilstück der Vlothoer Straße zur Fahrradstraße wird. In dem Abschnitt zwischen Stadtholzstraße und Stuckenbergstraße könnte dann Tempo 30 gelten, Radfahrer dürften nebeneinander fahren und erlaubt wäre nur der motorisierte Anliegerverkehr.

Mittwoch, 02.12.2020, 05:19 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 09:10 Uhr
Auf der geplanten Fahrradstraße dürfen nur noch Anlieger mit ihren Autos unterwegs sein. Die Kraftfahrzeuge müssen eine Ausweichroute wählen.

Die Testphase würde laut Stadtverwaltung bis Ende Oktober 2022 dauern. Dann müsse entschieden werden, ob das Teilstück als Fahrradstraße erhalten bleibt oder wieder die bestehende Regelung gilt.

Der Stadtrat hatte im Dezember 2019 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlossen, dass die Vlothoer Straße von der Kreuzung Stiftberg-/Marien-/Meierstraße bis zur Einmündung Stuckenberg-/Vlothoer Straße testweise zur Fahrradstraße umgestaltet wird. Doch das ist nach Angaben der Stadtverwaltung für den Bereich von der Kreuzung Stiftbergstraße/Marienstraße bis zur Gabelung Vlothoer Straße/Stadtholzstraße nicht möglich.

Denn, so argumentieren die Verkehrsplaner der Stadt, um eine Straße zur Fahrradstraße auszuweisen, sei es erforderlich, dass der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. In dem Teilstück von der Kreuzung bis zur Gabelung Stadtholzstraße sind im Durchschnitt 9800 Fahrzeuge täglich unterwegs. „In diesem Abschnitt entlang der Marienkirche ist die Verkehrsbelastung für die Ausweisung als Fahrradstraße zu hoch“, urteilt Beigeordneter Dr. Peter Böhm.

Im weiteren Verlauf der Vlothoer Straße, hinter der Gabelung Stadtholzstraße, fahren täglich nur noch 4200 bis 4500 Fahrzeuge. Dies sei eine „eben noch verträgliche Kfz-Verkehrsstärke für eine Fahrradstraße“, heißt es in der Vorlage zum Verkehrsausschuss.

Die Vorlage macht auch deutlich, dass die Stadt bislang Straßen zu Fahrradstraßen umgestaltet hat, auf denen deutlich weniger Autoverkehr unterwegs war. Dies sind Augustastraße und Herderstraße (Sackgasse), Borriesstraße (Anliegerstraße, kein Durchgangsverkehr), Weddigenufer (Anliegerstraße) und Werrestraße (zwischen Ravensberger Gymnasium und Mindener Straße, Sackgasse).

Wenn die Stadt anordnet, dass eine Straße zur Fahrradstraße werden soll, dann muss sie auch Alternativrouten für den Kraftfahrzeugverkehr nennen. Für das Teilstück an der Vlothoer Straße soll dies über die Stadtholzstraße, Ulmenstraße und Stuckenbergstraße erfolgen.

Dass es sich bei dem Teilstück um eine Fahrradstraße handelt, könnte durch großflächige Rotmarkierungen auf dem Asphalt verdeutlicht werden. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses kommen am 9. Dezember um 17 Uhr im Rathaus zusammen.

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