Aktionen mutmaßlicher „Querdenker“ in Herford werden überprüft
Kränze beschäftigen den Staatsschutz

Herford (WB/man) -

Von mutmaßlichen „Querdenkern“ in Herford aufgehängte Kränze mit Spruchbändern werden jetzt vom Staatsschutz geprüft.

Montag, 23.11.2020, 16:53 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 09:58 Uhr
An der Radewiger Brücke in Herford waren Trauerkränze mit Spruchbändern aufgehängt worden. Foto: Alexander Kickert

„Keine Diktatur – Füreinander. Frieden – Freies Atmen“: Kränze mit diesen Aufschriften hingen am Wochenende am Geländer der Radewiger Brücke. Obwohl Polizeipressesprecherin Simone Lah-Schnier einräumt, dass derartige Vokabeln unter die freie Meinungsäußerung fallen, werden die Kränze eine Angelegenheit für den Staatsschutz in Bielefeld.

Es könne ja sein, dass dem Staatsschutz weitere Erkenntnisse vorlägen, sagt Lah-Schnier. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um eine Aktion der so genannten „Querdenker“-Bewegung handelt. Auch an der Tanne am Gänsemarkt fand sich ein entsprechendes Transparent.

Bisher sind im Kreis Herford Aktionen, die mit den „Querdenkern“ in Verbindung gebracht wurden, die Ausnahme. Pressesprecherin Lah-Schnier verweist auf Vorfälle am vorvergangenen Wochenende, als vor den Rathäusern in Bünde und Herford Trauerkränze mit dubiosen Beschriftungen ausgelegt worden waren. So war in Bünde zu lesen: „Ihr fehlt uns sehr! Demokratie und Rechtsstaat“. Der Staatsschutz wird die Aktionen jetzt auf ihre strafrechtliche Relevanz hin prüfen.

Deutlich aktiver sind die „Querdenker“ derzeit im Nachbarkreis Minden-Lübbecke. So hatten sie am Wochenende zu einem Autokorso durch Minden aufgerufen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7692033?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Landkreise fordern normalen Unterricht im Juni
Hochgestellte Stühle in einem leeren Klassenzimmer einer Gesamtschule.
Nachrichten-Ticker