Anrufer geben sich als Bankmitarbeiter aus – gefälschte E-Mails
Volksbank warnt vor Betrug

Herford (WB). Die Volksbank Herford-Mindener Land warnt in einer aktuellen Mitteilung vor einer perfiden Betrugsmasche. So wurden in den zurückliegenden Wochen gleich mehrere Kunden der Bank von Unbekannten angerufen, die sich als Bankmitarbeiter ausgegeben haben. Diese forderten die Kunden dazu auf, eine Tan-Nummer zu generieren und diese dem vermeintlichen Bankmitarbeiter am Telefon zu übermitteln. Nur so könne eine vorgeblich falsche Zahlung storniert werden. Wie sich anschließend herausstellte, handelte es sich hierbei um ziemlich dreiste Betrugsversuche.

Dienstag, 10.11.2020, 17:04 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

„Vorab wurden den Kunden sogenannte Phishing-Mails geschickt, in denen vorgeblich Kontaktdaten im Rahmen der zurückliegenden Fusion der Bank abgefragt wurden. Im folgenden Anruf wurde großer Druck ausgeübt – bis hin zur Androhung, das Konto aufzulösen. Das Besondere dabei ist, dass die Betrüger durch technische Tricks sogar vortäuschen konnten, mit der Telefonnummer der Bank anzurufen, die im Display der Opfer angezeigt wurde“, sagt Torsten Soll, Experte für Electronic Banking bei der Volksbank Herford-Mindener Land.

Trick ist nicht neu

Für die Polizei ist dieser Trick nicht neu. Immer wieder nutzen Trickdiebe sogar die Polizei-Rufnummer 110, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und mit dem sogenannten „Enkeltrick“ Geld zu erbeuten.

Thomas Bensch, Pressesprecher der Mindener Kreispolizeibehörde, erklärt zu den Geschehnissen: „Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die 110 im Telefondisplay. Die Polizei erfragt keine Bankdaten oder Auskünfte über Vermögensverhältnisse per Telefon und wird auch niemals dazu auffordern, Wertsachen oder Geld an einen vermeintlichen Polizisten zu übergeben. Wenn jemand Opfer eines Betrugsanrufes geworden ist, soll derjenige sich in jedem Fall an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.“

Keine Nachfrage nach Pins

Die Volksbank weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass auch sie ihre Kunden niemals telefonisch oder per Mail dazu auffordert, ihre persönlichen Daten sowie Pins oder Tans preiszugeben. Oft würden Betrüger Mails mit gefälschten Mahnungen oder Hinweisen auf abgelaufene Passwörter verschicken, die zum Handeln auffordern.

„Nehmen Sie im Zweifel immer Kontakt zu Ihrer Bank auf und sperren Sie Ihren Online-Banking-Zugang beziehungsweise Ihre Kreditkarte, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Bei Fragen hilft Ihnen auch schnell und unkompliziert unser Kunden-DialogCenter Voba@on-Team unter 05221/28010“, sagte Torsten Soll. Informationen zu den Betrugsversuchen sowie Hinweise zum richtigen Verhalten sind unter www.meinevolksbank.de im Bereich „Online-Service > Sicherheit“ zu finden.

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