Umweltverband springt Herforder Bürgermeister zur Seite
BUND unterstützt Böllerverbot

Herford (HK). Auch wenn durch die Absage des Weihnachtsmarktes das angedachte Verbot von Böllern und Raketen zu Silvester scheinbar vorerst vom Tisch zu sein scheint, unterstützt der BUND die geplanten weitergehenden Bemühungen von Bürgermeister Tim Kähler.

Donnerstag, 05.11.2020, 05:10 Uhr
Der BUND fordert ein generelles Böllerverbot. Foto: dpa

„Schon seit langem sorgt sich der Herforder Naturschutzverband zu Silvester um die heimischen Wildtiere, die durch die Böller und Feuerwerke jedes Jahr aufs Neue Todesangst und Panik bekommen und nicht mehr wissen, wo sie dann noch hinsollen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Wildtiere könnten sich auf der Flucht verletzen oder Unfälle verursachen, wenn sie Straßen überquerten. Ebenso litten Haustiere an dem Lärm, die ein viel feineres und empfindlicheres Gehör hätten als die Menschen.

Aber auch ältere Menschen erschreckten sich zum Teil erheblich, wenn ganz plötzlich und in der Nähe Böller gezündet würden. Schon einige Tage vor und nach Silvester sind immer wieder laute Knaller zu hören. Die Dauer der Böllerei und der Feuerwerke an Silvester selbst habe in den letzten Jahren nach Beobachtungen des BUND zugenommen. Mittlerweile verlaufe die Hauptknallerei etwa zwei Stunden lang. „Durch ein Verbot ließen sich auch die Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern verhindern.“ Der Ausstoß an gesundheitsgefährdenden Schadstoffen wie Feinstaub müsse zudem bedacht und endlich beendet werden. Ein weiterer schwerwiegender Punkt sei der Böllermüll, der vom Großteil der Bevölkerung liegengelassen werde.

„Die Böllerei ist reine Geldverschwendung“, findet der BUND. Mit diesen erheblichen Finanzmitteln könnten viele sinnvolle und nützliche Projekte unterstützt werden. Der Herforder Rat solle sich über ein Verbot, möglichst unter Einbeziehung der Außenbereiche, stark machen.

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