Weltkindertag mit vielen Besuchern – Kähler: „Hygieneregeln wurden gut beachtet“
Endlich wieder Feststimmung in der Stadt

Herford (WB). Diese Veranstaltung dürfte am Wochenende für Hoffnung gesorgt haben. Mit dem Weltkindertag hat Samstag erstmals wieder ein größeres Event stattgefunden. Nicht nur für die Stadt Herford, sondern für die Region ist es eine Premiere unter Hygiene-Schutzmaßnahmen gewesen.

Sonntag, 20.09.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 16:10 Uhr
Nadine Richter und Christina Biermann vom RSV Wittekind Herford präsentieren eine spektakuläre Kunstrad-Show. Dafür gibt es dann auch reichlich Applaus. Foto: Annika Tismer

26 teilnehmende Institutionen und unzählige Besucher haben dabei bewiesen, dass eine größere Veranstaltung auch in Zeiten der Pandemie möglich ist. „Wenn man entsprechende Maßnahmen ergreift und sich alle an die Regeln halten, funktioniert es“, meinte Bürgermeister Tim Kähler, als er am Nachmittag ein erstes Fazit zog.

Weniger Aktionsstände, die in der ganzen Stadt verteilt und somit mit Abstand zueinander aufgebaut worden waren, hatten die Einhaltung wichtiger Hygieneregeln möglich gemacht. Dort, wo kein ausreichender Abstand gehalten werden konnte, wurde ein Mund-Nasen-Schutz getragen, und viele Akteure hatten ihre Aktionen den Umständen angepasst. Da wurde aus dem klassischen Hau-den-Lukas eher ein „Tritt-das-Corona-Virus“ und bei Bastelaktionen und Ähnlichem wurden Scheren und Co. nach jeder Nutzung desinfiziert.

Mund-Nasen-Schutz tragen

Dabei waren es vor allem die kleinen Aktionen ohne viel Aufwand, die bei den Kindern für Begeisterung sorgten. Das Falten und Werfen von Papierflugzeugen am Stand der Recyclingbörse oder das Bekleben von Mülleimern beim Kinderschutzbund sorgten zum Teil für längere Schlangen – mit Abstand.

„Wichtig war vor allem, dass sich die Menschen inzwischen daran gewöhnt haben, Abstand zu halten oder eben den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Überall, wo ich war, hat dies gut funktioniert“, sagte Kähler und ergänzte: „Das verlangt nach mehr“. Gemeint waren damit wohl vor allem Konzepte, die auch Veranstaltungen, wie den Weihnachtsmarkt möglich machen könnten. „Wir werden alles daran setzen, auch hier Möglichkeiten zu finden. Denn der Weltkindertag zeigt, wie wichtig den Menschen solche Veranstaltungen sind. Gleichzeitig brauchen auch die Schausteller dringend Perspektiven“, sagte er. Herford sei eine „Stadt mit Ermöglichungskultur“, die alles daran setzen werde, auch nach dem Weltkindertag sichere Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

Weltkindertag in Herford

1/33
  • Weltkindertag in Herford
Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer
  • Foto: Annika Tismer

„Wir wollen im Rahmen der Dinge, die gehen, das Möglichste versuchen“, betonte auch Frank Hölscher von der Pro Herford. Dies hatte auch für den Weltkindertag gegolten, der gerade einmal eine Woche vorher endgültig genehmigt worden war.

Neue Konzepte geplant

„Aber es war gut, dass wir bis zum Schluss nicht aufgegeben haben. Denn für alle beteiligten Vereine oder Institutionen, aber auch für Familien hat dieser Tag eine besondere Bedeutung. In einer Zeit, in der das Vereinsleben lange nicht oder nur eingeschränkt stattfinden konnte, wohl ganz besonders“, betonte auch Manfred Bischoff von der Pro Herford.

Damit dürfte es sich gelohnt haben, gemeinsam mit allen Beteiligten neue Konzepte zu entwickeln, um größere Veranstaltungen auch in Zeiten von Corona möglich zu machen.

Kleiner Polizeieinsatz

Lediglich ein kleinerer Zwischenfall hat für einen kurzen Moment für etwas Unmut insbesondere bei den Aktiven des Kinderchores Rodnik gesorgt. Während ihres Auftritts vor einem größeren Ladengeschäft wurden sie von den dortigen Mitarbeitern mehrfach darum gebeten, den Ort, der ihnen durch die Pro Herford zugewiesen worden war, zu räumen. Die Verantwortlichen des Chores verständigten schließlich die Polizei und die Pro Herford. „Wir werden hier sicherlich im Nachgang Gespräche führen“, betonten sowohl Kähler als auch Bischoff.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7593343?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Gesundheitsminister Spahn hat Corona
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich mit dem Coronavirus angesteckt.
Nachrichten-Ticker