Herford Bürgermeister Tim Kähler spricht mit Gastronomen
Weihnachtslicht noch nicht abgeschrieben

Herford (WB). Ein Winken links, ein Hallo rechts. Bei einem Stadtspaziergang hat Bürgermeister Tim Kähler den Kontakt zu den Gastronomen der Herforder Innenstadt gesucht.

Donnerstag, 10.09.2020, 05:14 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 09:04 Uhr
Bürgermeister Tim Kähler (links) und SPD-Stadtratskandidat Bruno Obens erklären, was sie mit der grauen Fassade des Postbank-Gebäudes vorhaben. Foto: Niklas Gohrbandt

Begonnen wurde an der Steinstraße. Die Betreiber des dort ansässigen Restaurants „Knusper Kebab“ beschwerten sich über Ungeziefer. Gut 50 Ratten sollen nach Angaben der Inhaber Mehmet Horaz und Sedat Berse rund um die Unterführung am Bahnhof leben. „Wir haben uns bereits drei Katzen angeschafft,“ scherzten sie.

Zugang zu Märkten beschränken?

Weiter ging es in Richtung Gänsemarkt. Stefan Kurz von der „Kurz Eisbar“ und Alexandra Hinkelmann vom „Restaurant Quartier Lounge“ sorgten sich um die Wintersaison. Sollte der Weihnachtsmarkt verboten werden, würden sie eine wichtige Einkommensquelle verlieren. Kähler erklärte, wenn ein Weihnachtsmarkt stattfinden dürfe, solle es auch einen geben. Die zentralen Plätze der Innenstadt böten die Möglichkeit, mehrere, vielleicht sogar themenspezifische Märkte einzurichten.

Wenn man den Zugang zu diesen Märkten beschränke, sodass man die Kontakte zurückverfolgen könne, wäre ein Weihnachtsmarkt auch unter Corona-Bedingungen möglich, so Kähler.

Kunst für die Fassade

Nach Besichtigung von „Richters Bar“ war der nächste Halt die Waisenhausstraße. SPD-Stadtratskandidat Bruno Obens erläuterte dort, dass für die riesige nackte Seitenfassade des Postbank-Gebäudes ein Kunstprojekt geplant sei. „Ich stelle mir eine große Plane vor, die von mehreren Künstlern bearbeitet werden kann.“

Endstation war der Alte Markt: Hier brachten die Gastronomen ihre Sorge über das neue Verkehrskonzept zum Ausdruck. Laut Kähler würden die Busse die Straße dermaßen absacken lassen, dass dies auf Dauer die Bausubstanz der umliegenden Häuser gefährde. Axel Strötker von „Fritz Pommes“ entgegnete: „Die Verlegung der Buslinien an den Bahnhof könnte Kunden kosten.“ Für junge Menschen möge es kein großes Thema sein, ein paar Meter zu laufen, aber ob dann noch genauso viele alte Menschen in die Stadt kämen, sei fraglich. „Die sind auf den ÖPNV angewiesen“, sagte Strötker.

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