Beim Kulturhammer auf dem Gelände der Recyclingbörse gibt es viel zu entdecken
Saiteninstrument aus einer Zigarrenkiste

Herford (WB). 30 Jahre ist es her, seit der Kulturhammer zuletzt stattgefunden hat. In Vlotho hat die damals zweitägige Veranstaltung ihren ersten Erfolg gefeiert. Drei Jahrzehnte später sind am Sonntag zahlreiche Besucher zur Wiederauflage des Musikflohmarkts auf das Gelände der Recyclingbörse gekommen.

Montag, 07.09.2020, 16:29 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 16:32 Uhr
Viele Menschen sind am Sonntag zum Kulturhammer gekommen. Um die Anzahl der Besucher zu überwachen, wurden Wäscheklammern verteilt. Auf dem Gelände der Recyclingbörse gab es viel zu entdecken. Foto: Tismer

Großes Interesse an Musik

Unter coronabedingt besonderen Auflagen und mit maximal 300 Gästen zeitgleich hatten die Organisatoren vom Welthaus Bielefeld und der Recyclingbörse das Event nach langer Planung wieder auf die Beine stellen können. Die Themen Musik und Nachhaltigkeit standen im Mittelpunkt.

„Wir wollen das Thema auf verschiedenen Ebenen aufgreifen. Neben dem Musikflohmarkt gibt es deshalb auch eine Filmaufführung und einen Vortrag dazu“, sagte Michael Lesemann vom Welthaus Bielefeld.

Außerdem spielte die Gruppe Re-Music mit Musikern aus Nigeria, Griechenland und Bielefeld. „Viele von uns spielen gebrauchte Instrumente, die wieder spielbar gemacht wurden“, sagte er. Musikliebhaber dürften vor allem aber beim großen Freiluftflohmarkt voll auf ihre Kosten gekommen sein. Instrumente, Schallplatten, CDs oder Musikanlagen wechselten im Minutentakt ihre Besitzer.

Rainer Schmidt baut Instrumente

„Ich befasse mich seit einiger Zeit mit dem Bau von Instrumenten und freue mich, diese nun heute anbieten zu können“, sagte Rainer Schmidt, der im Vorfeld aus Zigarrenkisten Saiteninstrumente gefertigt hatte. Auch der ehemalige Musiklehrer Emil Krey genoss das rege Treiben auf dem Flohmarkt. „Veranstaltungen wie diese gibt es ja leider nur selten. Nun aber können sich über einige meiner Instrumente noch neue Besitzer freuen. Das ist wirklich schön“, sagte er.

Für das Thema Nachhaltigkeit warben Valentina Prange und Stephan Noltze vom Verein Fairstival. „Wir sind für Nachhaltigkeit und faire Veranstaltungen. Da das Festival in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, wollen wir durch den Verkauf von Schallplatten zumindest ein wenig Geld für den Verein einnehmen“, erklärten sie.

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