CDU setzt sich für „Fifty-Fifty-Modell“ und damit mehr Sicherheit schaffen
Nächtliche Taxifahrten für die Hälfte

Herford (WB). Auch wenn in der aktuellen Corona-Situation noch nicht an ein typisches Nachtleben gedacht werden kann, präsentiert CDU-Landratskandidatin Dorothee Schuster mit dem Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Michael Schönbeck und Noel Schuppenat (Junge Union) ein Konzept für mehr Sicherheit im ländlichen Raum.

Sonntag, 06.09.2020, 18:00 Uhr
Gemeinsam für mehr Sicherheit im Kreis Herford, v.r.n.l: Landratskandidatin Dorothee Schuster, Noel Schuppenat, Charlene Janzen und Kornelia Darracott von Konni`s Spenger Taxi, und Fraktionsvorsitzender Michael Schönbeck.

„Hier ist es immer wieder problematisch, nachts nach einem Clubbesuch nach Hause zu kommen. Busverbindungen existieren meistens nicht“, beschreibt Schuppenat ein häufiges Problem. „Berichte über Unfälle nach Discobesuchen haben dazu geführt, dass wir uns überlegt haben, wie wir die ÖPNV-Lücke kurzfristig schließen und junge Menschen davon abhalten können, bei Fahrern zuzusteigen, die unter Umständen nicht mehr fahrtüchtig sind. Dabei sind wir auf die Fifty-Fifty-Taxis gestoßen“, heißt es.

Das Fifty-Fifty-Taxi ist ein Konzept, das seinen Ursprung in Mecklenburg-Vorpommern hat. Dort existiert es bereits seit 1998. Es sieht vor, dass eine nächtliche Taxifahrt zu 50 Prozent bezuschusst wird. Aufgrund des großen Erfolgs haben etliche Landkreise das Konzept aufgegriffen.

Konzept stammt aus Mecklenburg-Vorpommern

„Als Landrätin will ich erfolgreiche Ideen aus anderen Regionen auch hier bei uns umsetzen. Es ist wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Wie in vielen Bereichen, leidet auch das Taxigewerbe unter der aktuellen Situation. Wenn wir mit dieser Maßnahme neben der Sicherheit auch die heimischen Taxi-Unternehmen fördern, ist das doppelt gut“, erklärt Schuster.

„Um nicht am Bedarf vorbei zu diskutieren, war es uns wichtig, auch in den direkten Dialog mit den Adressaten zu treten“, berichtet Schönbeck, „Mit der Jungen Union haben wir ein Ohr an den jungen Menschen. Uns war es aber auch wichtig zu wissen, wie Taxi-Unternehmen dieses Konzept finden.“

„Wir stehen dieser Idee sehr offen gegenüber. Sicherlich bräuchten auch wir einen gewissen Vorlauf, um dies umzusetzen. Aber wenn wir einen Beitrag für mehr Sicherheit im Kreis Herford leisten können, dann freut uns das,“ unterstützt Kornelia Darracott von „Konni’s SpEnger Taxi“ die Initiative.

Hinsichtlich der Finanzierung will man neben Mitteln des Kreises auch Spenden gewinnen, „Andere Landkreise haben gezeigt, dass das möglich ist“, zeigt sich Dorothee Schuster zuversichtlich.

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