Trinkwasser zum Gießen zu schade: Stadtwerke sollen Leasing-Konzept entwickeln
SPD will Zisternen-Einbau fördern

Herford (WB). „Dem Himmel sei Dank“ werden vor allem die Gartenfreunde jubilieren: Nach der langen Hitzeperiode hat es nun endlich wieder kräftig geregnet. Das große Gießen ist erst einmal vorbei. Doch die nächste Trockenphase kommt garantiert. Die SPD bringt eine Idee ins Spiel, wie Pflanzenfreunden geholfen werden kann.

Montag, 07.09.2020, 05:00 Uhr
So schön die Blumen auch sind, sie sind im Sommer besonders durstig: Wer keinen Brunnen oder keine Zisterne hat, muss Trinkwasser nehmen. Das kann teuer werden. Foto: Moritz Winde

„Wir wollen den Einbau von Zisternen für Privatleute fördern“, sagt Elisa Krauch, Ratskandidatin aus Elverdissen. Die junge Politikerin hat selbst erfahren, was es heißt, als Gartenbesitzerin im Sommer aufs Stadtwasser angewiesen zu sein. „Man hat ja ein schlechtes Gewissen, weil das Trinkwasser für die Natur zu kostbar ist“, sagt die zweifache Mutter. Und nicht nur das: Auch der finanzielle Aspekt sei relevant.

Wer im Sommer viel gießt, wird im Winter einen Schrecken beim Blick auf die Rechnung bekommen. Elisa Krauch: „Wir mussten in einem Jahr 600 Euro nachzahlen.“ Jetzt hat die Familie eine Zisterne im Garten verbuddelt, die erstens das Regenwasser auffängt und zweitens als Rückhaltebecken vor Überschwemmung schützt.

Der Einbau ist mit mehreren tausend Euro aber nicht gerade günstig. Und weil das so ist, schlägt die SPD eine Art Langzeitmiete vor. Bürger können sich einen unterirdischen Sammelbehälter einbauen lassen, für den sie monatlich einen bestimmten Betrag zahlen.

Bürgermeister Tim Kähler (SPD) verspricht bei einer zweiten Amtszeit, sich nach der Wahl mit dem Thema eingehender zu befassen und die Stadtwerke zu bitten, ein Leasing-Konzept zu entwickeln.

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