Nach der Zwangspause: NWD Herford bereitet sich auf neue Saison vor
Zwei Konzerte pro Abend

Herford/Paderborn (WB). Abonnenten first – auf diese Formel lässt sich die Strategie der Nordwestdeutschen Philharmonie bringen, wenn es um die Planung der neuen Saison geht. Da die Platzzahl coronabedingt geringer ausfällt als sonst, kündigt das Orchester zum Beispiel für Herford zwei Konzerte an einem Abend an.

Mittwoch, 12.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 05:04 Uhr
Proben in Coronazeiten: Der Abstand der Musiker zueinander ist größer als sonst. Die Bläser sind mit Plexiglasscheiben abgetrennt, auf einer Trompete (obere Reihe) erkennt man einen Stoffschutz – um das Austreten von Tröpfchen zu verhindern. Foto: Horstmann

Und andere Veranstalter, bei denen die NWD regelmäßig zu Gast ist, folgen. Die Paderborner hätten die Zwei-Konzert-Lösung frühzeitig favorisiert, sagt der Künstlerische Betriebsdirektor Friedrich Luchterhandt . In Paderborn gebe es 720 Abonnenten, daher hieß es, dass eine Lösung mit zwei Konzerten erwünscht sei.

Doppelkonzerte wird es neben Herford und Paderborn auch in Detmold und vermutlich auch in Bad Salzuflen geben. In Gütersloh bleibt es bei einem Mal. Die Stadthalle sei groß genug, so Luchterhandt. Unklar ist derzeit noch Minden, hier beginnt die NWD ihre Saison später als in den anderen Kommunen.

Grundsätzlich kann man jeden Platz besetzen, sofern die Zuhörer namentlich nachvollziehbar sind. Doch hätten viele Abonnenten Bedenken, weiß Luchterhandt. Hinzu kommt die Platzfrage außerhalb des Saals. Um unnötige Begegnungen zu vermeiden, gibt die NWD ihre Konzerte ohne Pause. Angesichts der Zweifachbelastung pro Abend werden diese laut Luchterhandt eine Länge von 70 bis 75 Minuten haben.

Die Generalprobe für den Konzertbetrieb unter Corona-Bedingungen findet am morgigen Donnerstag statt. Drei Sonderkonzerte für Abonnenten und NWD-Freunde gibt das Orchester unter Leitung von Frank Beermann. Für den in Berlin lebenden Dirigenten ist es das erste Konzert seit Anfang März – nach dem derzeitigen Stand der Absagen wird es wohl auch sein letztes Konzert in diesem Jahr sein. Entsprechend motiviert studiert er mit den Musikern Mozarts Jupiter-Sinfonie und Beethovens Siebte ein. Alle drei Konzerte – davon eines in Bad Salzuflen – sind ausverkauft.

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