Wie die Freibäder am Wochenende mit dem Andrang der Besucher umgegangen sind
Große Nachfrage bei weniger Plätzen

Herford (WB). Auf der Internetseite der Herforder Freibäder konnten sich die Herforder schon vor dem Besuch über die aktuelle Zahl der Badegäste informieren. Am Samstag im 12 Uhr gab es noch 260 freie Plätze im Freibad Elverdissen und 360 im Bad Im Kleinen Felde. Und dann konnte man im 10 Minuten-Takt nachverfolgen, wie die Kapazitäten immer kleiner wurden. Denn die Gäste, die rein wollten, standen bereits vor den Kassenhäuschen.

Montag, 10.08.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 05:20 Uhr
Schlange stehen in praller Sonne: So sah es vor den Freibädern im Kleinen Felde und in Elverdissen aus. Foto: Thomas Meyer

Temperaturen von 34 Grad und das letzte Ferienwochenende ließen viele Herforder zu den Freibädern strömen. Doch coronabedingt waren die Plätze rar. Sowohl in Elverdissen als auch Im Kleinen Felde konnten lediglich maximal 650 Besucher hineingelassen werden, „damit die Abstandsregeln eingehalten werden konnten“, wie Markus Diering, Betriebsleiter der Herforder Freizeitstätten, betonte.

Einhaltung von Abstandsregeln

Schon vor den Eingängen an den Kassen bildeten sich Schlangen. Hier konnten die Kassenkräfte nur auf den ersten Metern auf die Abstandsregeln verweisen. Weiter hinten in der Schlange, so berichten Besucher, seien die Abstände von 1,50 Metern zu Vorder- oder Hintermann nicht immer eingehalten worden.

Besucher registriert

Wie beim Restaurantbesuch, so mussten sich auch die Freibadbesucher registrieren lassen. Zwar konnte man das Kontaktformular auch im Internet aufrufen und ausgedruckt mitbringen, viele Gäste haben sich aber erst an der Kasse registrieren lassen. Und das dauerte.

Neben viel Verständnis, weil in diesen Zeiten nun einmal gegenseitige Rücksichtnahme wichtig ist, gab es vereinzelt auch Beschwerden.

„Das erleben wir seit Tagen. Die Stimmung ist bei einigen gereizter. Unsere Kassenkräfte mussten sich da schon einiges anhören“, sagt Diering. Es gehe darum, freundlich aber bestimmt die Einhaltung der Hygienebestimmung durchzusetzen.

Mehr Sicherheitskräfte

An heißen Wochenenden wie diesen sind die beiden Bäder eigentlich mit 5.000 Gästen ausgelastet. Jetzt durften nur 1.300 hinein. Um die Vorgaben auch einzuhalten, haben die Stadtwerke die Anzahl der Securitykräfte erhöht. Schließlich gebe es immer wieder einige Unverbesserliche, die versuchten, über den Zaun zu klettern, um sich so Zutritt zum Badbereich zu verschaffen. „Das müssen wir natürlich konsequent unterbinden“, so Diering.

Man könne immer nur an die Vernunft der Leute appellieren und deutlich machen, dass die Einhaltung der Abstandsregeln wichtig ist. Eine Maskenpflicht gibt es in den Bädern nicht.

Auch in den kommenden Tagen rechnet Diering noch mit großem Andrang. Dieser werde voraussichtlich etwas nachlassen, wenn ab Mittwoch die Schulen wieder starten.

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