CDU-Ratskandidaten sprechen bei Rundgang über künftige Projekte
„Wir setzen Akzente in der Stadt“

Herford (WB). „Wir haben die Sanierung des Walls angestoßen und das ISEK-Programm zur Verschönerung der Innenstadt auf die Schiene gesetzt. Jetzt geht es darum, weitere Akzente zu setzen, um die Fußgängerzone noch attraktiver zu gestalten“, sagte Werner Seeger (CDU) am Donnerstagabend bei einem Rundgang durch die Herforder Innenstadt.

Freitag, 07.08.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 21:10 Uhr
Werner Seeger (2. von rechts) spricht mit der CDU-Bürgermeisterkandidatin Anke Theisen und Mitgliedern der Partei über die künftige Entwicklung der Innenstadt. Foto: Ralf Meistes

Gemeinsam mit der Bürgermeisterkandidatin Anke Theisen hatten sich etliche CDU-Ratskandidaten auf dem Weg gemacht, um auf den Plätzen auch mit Gastronomen und Einzelhändlern ins Gespräch zu kommen.

Wall-Ausbau vorantreiben

Der Wall sei für viele Herforder heute Jogging-Strecke, Fahrradroute oder einfach ein Platz zum Ausruhen. „Außerdem ist von hier aus jeder Bereich der Innenstadt mit dem Fahrrad zu erreichen, so dass man keine zusätzliche Fahrradstrecke im Bereich Auf der Freiheit/Berliner Straße benötigt“, sagte Anke Theisen. Einen Rückbau der Hauptverkehrsachse lehnt die CDU ab. Sie befürchtet, dass die Staus in Herford dann zunehmen werden.

„Wir wollen auch einen Ausbau der Radwege und eine Entzerrung der Bussituation am Alten Markt. Aber wir wollen eben auch, dass die Herforderinnen und Herforder, die auf ein Auto angewiesen sind, weiterhin in die Innenstadt kommen“, betont Theisen. Und Bauausschussvorsitzender Werner Seeger ergänzt: „Im Moment wird ja in anderen Parteien viel über den Abbau von Parkflächen in der Innenstadt diskutiert. Mir erzählen Einzelhändler und Gastronomen, dass innenstadtnahe Parkplätze erhalten bleiben müssen, damit die Kunden auch zu den Geschäften kommen. Wir können erst an einer Stelle Parkflächen abbauen, wenn wir für adäquaten, innenstadtnahen Ersatz gesorgt haben. Ansonsten verödet die Fußgängerzone“, warnt Seeger.

Kein OWL-Forum am Janup

Ein OWL-Forum auf dem Janup, wie es die FDP fordert, lehnt die CDU ab. Ein solches Bauwerk passe nicht in die historisch gewachsene Radewig mit ihren alten Gebäuden und schönen Fassaden. „Die Sicht von der Straße Auf der Freiheit zum Gänsemarkt sollte frei bleiben. Außerdem benötigen wir, die hier unser Geschäft haben, auch die Parkflächen“, sagt Wiegand Jach, Inhaber der gleichnamigen Konditorei am Gänsemarkt.

Für das gesamte Areal, vom ehemaligen Zaky-Gelände an der Löhrstraße, das sich im Besitz der Stadt befindet, bis zum Parkplatz am Janup, wünscht sich Anke Theisen neue, frische Ideen. Die sollen unter anderem durch einen Architektenwettbewerb gewonnen werden, den die CDU für das Areal vorschlägt. „Sollte ich am 13. September zur Bürgermeisterin in Herford gewählt werden, will ich mich dafür stark machen, dass sich wieder mehr Ärzte in Herford niederlassen. Am Standort des heutigen Zaky-Geländes könnte beispielsweise ein Wohn- und Ärztehaus entstehen“, sagt Theisen.

Werner Seeger lobt ehrenamtliches Engagement

Seeger lobte bei der Gelegenheit die Entwicklung des Gänsemarktes in den vergangenen Jahren. Hier habe die ISG Radewig um Hans Koch ganze Arbeit geleistet. Bürgerschaftlichem Engagement sei es auch zu verdanken, dass der Neubau am Standort des ehemaligen Wittekindkinos in der Höckerstraße so gut gelungen ist. „Hier hat sich Holger Kremeyer als Nachbar toll eingesetzt“, dankte Seeger für den privaten Einsatz.

Kein Wahlkampftermin kommt derzeit ohne Debatte über das richtige Verkehrskonzept aus. Dass der Alte Markt als zentraler Platz in der Innenstadt ein paar weniger Busse vertragen kann, sieht auch Anke Theisen so. Nur will die CDU den Platz mit seinen Geschäften und der Gastronomie nicht ganz vom Publikumsverkehr abnabeln, in dem dort keine Busse mehr fahren, warnt die CDU-Bürgermeisterkandidatin. Bei der künftigen Ausrichtung des Verkehrskonzeptes für die Stadt dürften Autofahrer nicht „hintenüber fallen“. Viele Menschen in Herford seien auf ein Auto angewiesen.

Damit sprach sich Nicolas Tscheche aus dem Herzen, der seit langem davor warnt, den Alten Markt busfrei zu gestalten.

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