Vor den heißen Tagen: Stadtwerke erhöhen Kapazitätsgrenze
Mehr Gäste dürfen ins Freibad

Herford (WB). Die nächsten Tage werden heiß, sehr heiß sogar. Und weil zu erwarten ist, dass viele Menschen ins Freibad gehen wollen, sind die Kapazitätsgrenzen erhöht worden – so in den Herforder Freibädern von 450 auf maximal 650 Besucher zeitgleich.

Donnerstag, 06.08.2020, 04:30 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 05:02 Uhr

Jeder Badegast ist anders

In Absprache mit dem Gesundheitsamt habe man sich auf diese Steigerung geeinigt, sagt Markus Diering, Betriebsleiter der Stadtwerke. Nach oben gesetzt worden sind auch die Grenzen in Hiddenhausen und in Spenge – und zwar von 350 auf 450.

Die coronabedingte Grenzziehung hängt mit den aktuellen Abstandsbestimmungen zusammen. Entscheidend ist laut Diering weniger die Größe der Liegewiesen als vielmehr Größe und Zahl der Becken, auf die sich die Besucher verteilen können. Gleichwohl bedeutet die festgelegte Maximalzahl nicht, dass alle Gäste gleichzeitig ins Wasser können.

Die Schwimmmeister seien angehalten, dafür zu sorgen, dass die Abstandsregeln (1,50 Meter) auch im Wasser eingehalten werden, betont Diering. Eine feste Maximalzahl pro Becken mache keinen Sinn, denn die Nutzer verhielten sich sehr unterschiedlich: „Sportschwimmer zum Beispiel ziehen ruhig ihre Bahnen, Kinder planschen vielleicht lieber.“ Die Schwimmmeister sollen das Ganze mit Augenmaß beurteilen, gleichzeitig müsse mehr als sonst kommuniziert werden.

Vom Badepersonal habe der Betriebsleiter erfahren, dass die meisten Badegäste Verständnis für Auflagen und Durchsagen hätten. Doch es gebe auch Ausnahmen: „Seit einigen Tagen spüren wir eine angespannte Situation.“

Datei aus Internet herunterladen

Weil der Mindestabstand gilt, ist laut Diering eine Maskenpflicht im Bad nicht notwendig. Allerdings müssten sich alle Gäste wie in einem Restaurant auch registrieren lassen. Um den Ablauf an den Kassen zu vereinfachen, bittet der Betriebsleiter darum, die Formulare aus dem Internet herunterzuladen und sie bereits zuhause auszufüllen.

Die dazu notwendige Datei findet sich auf der Seite der Stadtwerke Herford unter dem Punkt „Freibad-Saison“. Von dort aus gelangt man auch zu den einzelnen Freibädern, bei denen ein Ticker anzeigt, wie viele Plätze noch frei sind.

Dass die Zahlen hinter denen der heißen Vorjahre zurückbleiben werden, hat laut Diering drei Gründe: „Das nicht so dolle Wetter, die verspätete Öffnung und die Beschränkungen“. Trotz der Einschränkungen sei man wetterbedingt bisher erst sechs oder sieben Mal an die Kapazitätsgrenzen gekommen, so Diering.

Ein Hochsommertag, der wie im vergangenen Jahr bis zu 3000 Menschen ins Elverdisser Freibad zog, ist bisher ausgeblieben – Corona sorgt dafür, dass diese Zahl auch weiterhin nicht erreicht wird. Immerhin soll der Besucherzähler im Internet dazu beitragen, dass die Badegäste an heißen Tagen erfahren, ob beziehungsweise wo noch Plätze frei sind.

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