Beteiligte fliehen mit Auto von der Unfallstelle an Elverdissener Straße – Rettungshubschrauber im Einsatz
Fahrradfahrer (57) lebensgefährlich verletzt

Herford (WB). Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Elverdisser Straße ist ein 57-jähriger Fahrradfahrer am Samstagnachmittag schwer verletzt worden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Bielefelder Krankenhaus geflogen. Polizeiangaben zufolge flohen Unfallbeteiligte von der Unfallstelle.

Samstag, 11.07.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 11.07.2020, 18:52 Uhr
Bei einem Unfall wurde ein Radfahrer schwer verletzt. Der Autofahrer und seine Beifahrerin flüchteten. Foto: Christian Müller

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, ereignete sich der Unfall um kurz vor 13 Uhr. Der Fahrradfahrer befuhr die Elverdisser Straße in Richtung Elverdissen. Ein dahinterfahrender Autofahrer, der in gleiche Richtung fuhr, setzte zum Überholvorgang an, als er bemerkte, dass ein Bulli aus dem Heinrich-Funk-Weg abbog. Er scherte mit seinen Wagen in seine Fahrspur zurück und kollidierte mit dem Fahrrad.

Schwarzer Toyota Auris mit zwei Insassen

Der Fahrradfahrer stürzte auf die Straße. Dabei erlitt er lebensgefährliche Verletzungen. Zeugen des Unfalls gaben an, dass der Autofahrer etwa 100 Meter hinter der Unfallstelle anhielt, kurz aus seinem Auto ausstieg und seine Fahrt anschließend fortsetzte, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.

Der Rettungshubschrauber Christoph 13 wurde angefordert und flog den Notarzt zur Elverdisser Straße. Der am Boden liegende Fahrradfahrer, ein Mann aus Herford, wurde medizinisch versorgt und anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Krankenhaus Gilead 1 nach Bielefeld geflogen.

Polizeibeamte nahmen mit Unterstützung der Kriminalpolizei den Unfall auf. Mehrere Zeugen beobachteten den Unfall und gaben an, dass ein schwarzer Toyota Auris besetzt mit zwei Personen in den Unfall verwickelt war. Nach dem flüchtigen Auto fahndeten Beamte der Herforder und Bielefelder Polizei, da der Wagen Richtung Bielefeld fuhr. Auch die Autobahnpolizei beteiligte sich an der Suche.

Polizei bittet um Unterstützung

Zeugen beschrieben den Autofahrer mit südländischem Aussehen, geschätztes Alter zwischen 40 und 50 Jahre. Die Beifahrerin wird ebenfalls auf 40 bis 50 Jahre geschätzt. Sie soll graue Haare haben. An dem schwarzen Toyota können Unfallspuren an der rechten Fahrzeugseite entstanden sein. Warum die beiden dem Verletzten nicht geholfen hatten, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die das Verkehrskommissariat in Herford führt.

 Die Herforder Kreispolizeibehörde bittet weitere Unfallzeugen bei der Öffentlichkeitsfahndung um Mithilfe. Insbesondere erhoffen sich die Beamten Angaben über das Kennzeichen des Kleinwagens. Hilfreich könnten auch einzelne Angaben wie die Ortskennung sein. Sachdienliche Hinweise nimmt die Behörde jederzeit unter Telefon 05221/8880 entgegen.

 

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