Dauerbaustelle Ravensberger Gymnasium: Abriss der alten Sporthalle hat begonnen
Ein Bolzplatz in den Werregärten?

Herford (WB). Seit dieser Woche geben die Bagger am Ravensberger Gymnasium den Ton an – wieder einmal: Der Abriss der alten Sporthalle hat begonnen. Doch das ist nur der Anfang. Schüler und Lehrer werden sich an Dreck und Lärm langfristig gewöhnen müssen. Willkommen auf Herfords neuer, Millionen Euro teurer Dauerbaustelle.

Mittwoch, 08.07.2020, 07:07 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 07:20 Uhr
In wenigen Wochen ist die alte RGH-Halle im Vordergrund verschwunden. Anschließend wird der dahinterliegende Tartan-Bolzplatz abgetragen. Eine neue Sportanlage könnte schräg dahinter in den Werregärten gebaut werden – allerdings erst, wenn der Fachraumtrakt abgerissen und erneuert wurde. Foto: Moritz Winde

„Bis alles fertig ist, werden wohl zweieinhalb bis drei Jahre vergehen“, sagt Bauleiter Waldemar Saibel. Denn wenn die Halle aus den 70er Jahren dem Erdboden gleich gemacht ist – der Abbruch soll Anfang August erledigt sein – wird sofort mit dem Neubau begonnen.

Die zweigeschossige Halle wird nicht nur wesentlich größer und moderner, sondern verändert zudem ihren Standort – und zwar zu Lasten des Pausenhofs. Das Gebäude wird parallel zur Hansastraße in die Höhe gezogen. Ergo gibt’s für die Schüler draußen weniger Platz zum Toben. Deshalb wird der Tartan-Sportplatz abgetragen und zur Aufenthaltsfläche umgewandelt. Für den Neubau mussten etliche Bäume weichen.

Hier rollt der Ball nicht mehr: Der Hallenboden wird herausgerissen.

Hier rollt der Ball nicht mehr: Der Hallenboden wird herausgerissen. Foto: Moritz Winde

Wo aber sollen sich die fast 800 Gymnasiasten in Freistunden und Pausen dann draußen auspowern? Diese Frage ist wohl noch nicht abschließend geklärt, es existieren jedoch offenbar konkrete Überlegungen der Verwaltung, einen Bolzplatz in den Werregärten gegenüber dem Hauptschulhaus zu bauen – genau dort, wo derzeit die Container für die Schüler stehen.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärt Bauamtschef Dr. Peter Böhm: „Dies ist eine Möglichkeit – eine fertige Planung gibt es aber noch nicht.“ Daher könne er auch nichts zu Kosten, Zeitrahmen oder eventuellen Eingriffe in die Natur sagen.

Noch ein weiterer Faktor macht den Verbleib des Tartan-Platzes nahezu unmöglich. Der Neubau des frisch sanierten Fachraumtraktes – er muss Anfang 2021 abgerissen werden, weil der Brandschutz mangelhaft ist –, wird etwas größer und würde dann auf das Spielfeld ragen. Im Zuge dessen wird auch die denkmalgeschützte Lübberbruch-Halle saniert.

Doch das ist noch Zukunftsmusik: Jetzt muss zunächst die alte Sporthalle am Ravensberger Gymnasium weichen. Erst wird entkernt, dann vorsichtig das Asbest abgetragen und schließlich geht’s ans Grobe. „Ende der Woche reißen wir das Dach ein“, sagt Baggerfahrer Phillip Elfers vom Unternehmen Kathöfer aus Gütersloh. Aber Achtung beim Abriss: Das direkt angrenzende Theater soll schließlich stehen bleiben – zumindest vorerst.

Der Abriss hat begonnen: In XXL-Containern werden die einzelnen Baustoffe sortiert.

Der Abriss hat begonnen: In XXL-Containern werden die einzelnen Baustoffe sortiert. Foto: Moritz Winde

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7484471?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Touristen müssen bis 2. November raus aus Schleswig-Holstein
Hinweis auf die Maskenpflicht in Timmendorfer in Schleswig-Holstein Strand.
Nachrichten-Ticker