Thomas Beck: „Herforder Bauamt scheint mit vielen Vorhaben überfordert zu sein“
CDU moniert Umgang mit Baufehlern

Herford (HK/rec). Feuerwache, Ravensberger Gymnasium (RGH), Salzufler Straße – die erneute Baupanne mit der zu schweren Lüftungsanlage im Königin-Mathilden-Gymnasium (KMG) ist nach Ansicht des CDU-Stadtverbandssprechers Thomas Beck nur ein weiteres Glied in einer Kette gravierender Fehler im Herforder Bauamt.

Dienstag, 07.07.2020, 05:00 Uhr
Die Lüftungsanlage im Königin-Mathilden-Gymnasium ist zu schwer für die Zwischendecke. Foto: Moritz Winde

Beck: „Wenn man die Berichterstattung über den aktuellen Baumangel auf dem Dach des KMG liest, kann man als interessierter Leser wieder einmal nur den Kopf schütteln über die Arbeitsweise des Bauamtes.“ In der Herforder Feuerwehr stinke es zeitweise nach Kloake, der naturwissenschaftliche Trakt des RGH müsse in Folge selbst verursachter Mängel gar abgerissen werden und die Anwohner der Salzufler Straße könnten nur schwerlich ein Loblied auf die hiesige Bauverwaltung anstimmen. Nichtsdestotrotz sei es aber interessant, wie die Verantwortlichkeit mittlerweile geübt weggeschoben oder runter gespielt werde. Ja, die Traglast der Decke könne die Lüftungsanlage statisch nicht sicher halten. Aber es gehe ja auch nur um fünf Quadratmeter. Ja, die Mehrkosten von 15.000 Euro seien sowieso eingeplant gewesen. Und abermals ja, der Fehler werde behoben und die Behebung beanspruche lediglich zwei bis drei Tage, so Baudezernent Dr. Böhm.

Bei so viel Harmonie und Problemlosigkeit traue man sich kaum, die stetig wiederkehrende Frage zu stellen, die sich geradezu aufdränge: Ist das Bauamt mit den zahlreichen und tempointensiven Bauvorhaben des Bürgermeisters überfordert? Beck: „Der Eindruck erhärtet sich leider kontinuierlich – und nicht erst in Zeiten des Wahlkampfes.“

Frage der Haftung

Ferner interessiere die CDU, ob diesmal Verantwortliche für diesen Baufehler haftbar gemacht werden können. Dabei hoffe die CDU, dass die Nachforschung nicht wie beim RGH im Sande verläuft. Denn auch die bereits eingeplanten Mehrkosten von 15.000 Euro, die scheinbar als Peanuts abgetan werden, seien viel Geld für zahlreiche Menschen in Herford. Außerdem sei zu fragen, ob zu bestimmten Zeiten durch die zu schwere Lüftungsanlage eine Gefahr für Schüler, Lehrer oder Baupersonal bestanden habe.

Sei es mittlerweile in Herford üblich, größere Geldmengen bei Bauvorhaben in Reserve zu legen, um eventuelle Baufehler schnell zu beheben? Auch für dieses Geld komme der Steuerzahler auf. Beck: „Da der Fisch wie der Volksmund weiß, seit jeher vom Kopfe her stinkt, möchten wir wissen, wer die Konsequenzen für den erneuten Baufehler trägt und welche Haltung der Verwaltungschef Tim Kähler zu den wiederholten Unzulänglichkeiten in seinem Baudezernat einnimmt.“

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