Texaner Rob Bowsher motiviert 160 Kinder und Jugendliche per Videobotschaft
Baseballcamp in abgespeckter Form

Herford (WB). Es ist alles anders, aber doch irgendwie altbekannt: Mit dem „Baseballcamp Unplugged“ bietet die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde im Ludwig-Jahn-Stadion eine abgespeckte Variante ihres beliebten Ferienangebots. Hier können 160 Kinder- und Jugendliche trotz der Umstände unbeschwert Baseball spielen.

Donnerstag, 02.07.2020, 16:20 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 16:22 Uhr
Auch wenn in diesem Jahr beim traditionellen Baseballcamp vieles anders ist: Der Schläger will richtig bedient werden. Pia Wiemann erklärt Lilja (8) wie sie ihn korrekt hält. Foto: Hoffmeier

In mehreren kleinen Grüppchen verteilt, sitzen die Teilnehmer des Camps zusammen und schauen auf einem Laptop eine Videobotschaft an, die ihnen Rob Bowsher aufgenommen hat. Viele der Kinder kennen den charmanten Texaner, der unter normalen Umständen jetzt in ihrer Mitte sitzen würde. Der Pastor spricht ihnen in seinem Video Mut zu und animiert sie dazu, ihre Fähigkeiten zu verbessern. „Es ist echt toll, dass wir diese Videos von Rob haben. Noch schöner wäre es, wenn die anderen Texaner auch zu sehen wären. Wir vermissen sie ganz schön“, erzählt Lasse (12), der bereits zum dritten Mal das Camp besucht. Sein Freund Niklas ergänzt: „Es macht natürlich trotzdem Spaß, aber es fehlt einfach etwas. Sonst konnte ich hier immer gut meine Englischnote verbessern.“

Ein Drittel neue Teilnehmer

Die amerikanischen Gäste aus der Partnergemeinde in McKinney sind das Aushängeschild der Veranstaltung, die Anfang Mai in ihrer gewohnten Form abgesagt werden musste. Statt wie gewohnt in der ganzen Welt aktiv zu sein, helfen die Texaner aktuell vor ihrer eigenen Haustür und teilen dort Essen für in Not Geratene aus. Trotz ihrer physischen Abwesenheit haben sie aus der Ferne bei der Planung des Camps mitgeholfen.

„Ursprünglich hätten wir wieder 40 Trainer aus Texas und 240 Teilnehmer erwartet“, erklärt Pastor Lars Schwesinger. Vor drei Wochen bekam das Team der Gemeinde von der Stadt Herford die Erlaubnis, doch noch ein Camp auszurichten – mit deutlich reduzierter Teilnehmerzahl und unter Einhaltung bestimmter Auflagen. Dafür wurde eine komplett neue Anmeldephase eingerichtet. Anders als gewohnt, waren die begrenzten Plätze nicht sofort vergriffen. „Wahrscheinlich sind viele noch vorsichtig“, sagt Ben Siegmund, der die Veranstaltung gemeinsam mit Jugendpastor Bernhard Grün leitet. Dafür freue er sich darüber, dass ein Drittel der Teilnehmer zum ersten Mal dabei ist.

Auftakt-Veranstaltung entfallen

Den Anfang machten die acht- bis zwölfjährigen Nachwuchs-Baseballspieler zum Wochenstart. Seit Donnerstag lösen sie die 13- bis 18-Jährigen auf dem Platz ab. Das Miteinander und der Austausch kann nur im Kleinen erfolgen, auf eine große Auftakt-Veranstaltung musste verzichtet werden. Zu den Auflagen gehört, dass alle Mitspieler in ihren Teams, bestehend aus maximal zehn Personen, bleiben müssen. Nur in Spielsituationen treffen die Kinder- und Jugendlichen aufeinander. Teilnehmer der letzten Jahre und diejenigen, die sonst als Übersetzer der texanischen Trainer fungiert haben, führen nun erstmals die Trainingseinheiten durch.

Teamgeist wichtig

Normalerweise bringen die Texaner den Kindern bei ihrer Ankunft Trikots der amerikanischen Baseball-Mannschaften mit, die für den nötigen Zusammenhalt sorgen sollen. Pastor Lars Schwesinger freut sich, dass es auch ohne geht:  „Wir haben gemerkt, dass Trikots keine Mannschaft ausmachen, sondern auch so Teamgeist entsteht.“

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