Eugen Laschinski baut in Herford XXL-Privat-Spielplatz mit Waschbärgehege und Feuerwehrstation
Er will ins Buch der Rekorde

Herford (WB). 60 Quadratmeter groß und gefüllt mit 15 Tonnen Sand, dazu ein Spielareal von 200 Quadratmetern mit Trimmpfad, Feuerwehrauto und Waschbärgehege: Eugen Laschinski will es gleich zweimal ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen – mit dem größten Sandkasten und privaten Spielplatz. Seit fünf Wochen arbeitet er im Garten an der Die­brocker Straße. Die Zusage, dass eine Kommission kommt, um den möglichen Rekord zu beurteilen, hat er bereits. Der genaue Termin steht noch nicht fest, könnte aber Anfang Oktober sein.

Dienstag, 30.06.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 14:24 Uhr
Eugen Laschinski baut XXL-Privat-Spielplatz mit Waschbärgehege und Feuerwehrstation Foto: Kathrin Weege

„Die Idee kam mir, als im März wegen Corona alle Spielplätze gesperrt waren. Außerdem möchte ich, dass meine drei Kinder viel an der frischen Luft sind und nicht nur vor dem Fernseher sitzen. Mit unserer neuen Attraktion klappt das bestens“, ist der 37-Jährige, der in der Ukraine geboren wurde, sehr zufrieden mit seinem Projekt. Freunde und Nachbarkinder kommen gerne zum Spielen.

Polizeistation mit Gefängnis

Neben Schaukeln, Trampolin und Rutschen gibt’s eine Polizeistation mit Gefängnis, einen gemütlichen Sitzbereich und alles mögliche für den Sport. „Ich habe mich selber immer fit gehalten – unter anderem mit Kampfsport. Meine alten Turnringe aus der Ukraine haben hier auch einen Platz. Sie sind über 30 Jahre alt“, erzählt Laschinski, der das Spieleparadies auf dem Grundstück seiner Mutter Elena, wo er selber wohnt, errichtet. Sie unterstützt ihn, hat schon ein Häuschen toll bemalt.

„Mir ist es wichtig, dass Kinder wissen, wo das Essen herkommt, sie auch Pflanzen kennen lernen“, sagt der Familienvater von zwei leiblichen Kindern (6 und 11) und einem Stiefsohn (6). Daher hat er gemeinsam mit dem Nachwuchs Beete mit Gemüse angelegt. Überall auf dem Gelände stehen Obstbäume, die Schatten spenden und leckere Früchte tragen.

Kleines Waschbärgehege

Eine Besonderheit sind die zwei kleinen Waschbären. „Wir waren mit dem Auto unterwegs und haben ein totes Tier auf der Straße entdeckt. Als wir angehalten haben, haben wir die zwei Kleinen neben ihrer toten Mutter gesehen“, erzählt der Hobbybastler, der selber sagt, dass er in seiner Freizeit immer gerne werkelt. „Wir haben sie mitgenommen und mit Milch und Nahrung versorgt.“

Auch beim Tierschutz hat sich die Familie beraten lassen, ein Tierarzt hat festgestellt: Es sind Junge und Mädchen. Auch Hündin Emma ist ein Fundtier. Sie hat Laschinski bei einem Besuch in der Ukraine als Welpen am Straßenrand entdeckt. Emma hat ein eigenes, natürlich selbst gebautes Häuschen im Garten. Später – bisher ist erst ein Viertel fertiggestellt – soll der Spielpark umzäunt sein und einen extra Eingang von der Seite bekommen.

Unterstützer gesucht

Laschinski hat viel Unterstützung erfahren. Die Firma Hirschhorn hat ihm den Sand geschenkt, Freunde haben beim Bauen mit angepackt. Etwa 800 Euro hat er in seinen Spielplatz investiert. „Viele Materialien sind recycelt wie beispielsweise die Rutschen. Aus ausgedienten Paletten lassen sich viele tolle Sachen bauen“, meint der Herforder, dem allerdings Schrauben, Winkel und einiges mehr fehlen.

Wer ihn mit Material oder Mithilfe unterstützen möchte, kann sich gerne an ihn wenden unter 0152/56390620. „Geldspenden kommen nicht für mich infrage“, betont Laschinski, der sich bald wieder als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig machen will.

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