Drei Herforder sitzen in Untersuchungshaft
Drogen bis nach Australien verkauft

Herford (WB/bex). Das Bundeskriminalamt (BKA) hat drei Wochen nach der Festnahme von drei Dealern aus Herford, die Drogen über das Internet verkauft haben sollen, weitere Details bekannt gegeben.

Mittwoch, 03.06.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 09:16 Uhr
Die mutmaßlichen Dealer sollen unter anderem Kokain per Post versandt haben. Foto: dpa

Die Gruppe habe seit 2017 Drogen im großen Stil vertrieben, darunter Heroin, Kokain, Ecstasy, Amphetamin, Crystal Meth und Cannabis, heißt es in einer Mitteilung des BKA von Mittwoch. „Den Verkauf organisierte die Gruppe über mehrere Darknet-Plattformen sowie über einen anonymisiert betriebenen Online-Shop im für jedermann zugänglichen Teil des Internet (Clearweb).“ Die Drogen hätten sie hauptsächlich aus den Niederlanden bezogen und von Herford aus verkauft und versandt. Die Drogen wurden per Post vorwiegend an Abnehmer in Deutschland und Europa, aber auch weltweit verschickt. „So gingen zahlreiche Drogenpakete unter anderem auch in die USA, nach Kanada und Australien.“

Den Festnahmen der drei deutschen Staatsangehörigen (27, 29 und 30 Jahre alt) aus Herford seien intensive Ermittlungen vorausgegangen. Bei Durchsuchungen in Herford und Bielefeld seien bei insgesamt sechs Beschuldigten Beweismittel sichergestellt worden, darunter Rauschgift, Schusswaffen und Bitcoins sowie Vermögenswerte in Höhe von 250.000 Euro. Das BKA hatte seit Januar unter Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität – ermittelt. Im Mai übernahm die Staatsanwaltschaft Bielefeld das Verfahren. Die mutmaßlichen Dealer sitzen in Untersuchungshaft.

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