Bestmögliche Schutzmaßnahmen vorbereitet – Einlass nur nach Terminabsprache
Rathaustür ab Montag wieder offen

Hiddenhausen  (WB). „Wir kommen wieder ein Stück hin zum normalen Leben“, sagt Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Sieben Wochen nach der coronabedingten Schließung wird auch „sein“ Rathaus, wie alle anderen im Kreis Herford, am Montag wieder geöffnet. Mit allen erforderlichen Schutzmaßnahmen und nach vorheriger Anmeldung.

Freitag, 08.05.2020, 10:00 Uhr
Foto: Koteras-Pietsch

Seit dem 23. März arbeiten etwa 20 der 70-Rathaus-Mitarbeiter im Home-Office, die Beschäftigten aus den Risikogruppen haben allein in einem Büro gesessen und hatten keinen Kontakt zu Besuchern des Rathauses. Für die Öffentlichkeit waren die Eingangstüren verschlossen. Wer ein Anliegen hatte, musste einen Termin machen. Der Bürger wurde dann zu diesem Termin an der Eingangstür abgeholt.

„Das lief richtig gut“

„Das lief richtig gut“, meint der Bürgermeister. Und es habe wohl keine Abteilung gegeben, die wegen Corona weniger zu tun hatte. So hätten zum Beispiel sogar fast alle Trauungen stattgefunden, wenn auch nur mit wenigen Gästen. Das Ordnungsamt hätte sogar mehr als sonst zu tun gehabt – durch die Umsetzung der neuen Regelungen oder Kontrollen.

„In Bereichen, in denen es möglich war, haben wir Aufträge vergeben – für Arbeiten an Grünanlagen, Maler- oder Elektroarbeiten. Es war uns ganz wichtig Aufträge zu vergeben, auch wenn so manches Projekt noch hätte warten können. Aber in Zeiten wie diesen muss man das Handwerk unterstützen“, erklärt Ulrich Rolfsmeyer. Und schließlich seien auch die Reinigungskräfte gut beschäftigt gewesen. „In den Schulen und im Rathaus war Gelegenheit für Grundreinigungen. Letztlich war das im Hinblick auf die Öffnung der Schulen genau richtig“, betont der Bürgermeister.

Besucher werden registriert

Und nun kehrt man im Hiddenhauser Rathaus zu etwas mehr Normalität zurück. Dabei gibt es einiges zu beachten. Der Eingang ist am Haupteingang. Hier sitzt ein Azubi, nimmt die Daten eines jeden Besuchers auf, der sich zuvor im Bürgerbüro einen Termin geholt hat. „Für den Fall, dass es doch mal einen Infizierten unter den Besuchern gibt“, erklärt Rolfsmeyer.

Der Gast kann sich die Hände desinfizieren, auf Wunsch bekommt er einen Mundschutz. Ist das erledigt, wird er vom Sachbearbeiter abgeholt. Nach dem Gespräch verlässt er das Rathaus über den Ausgang, der sich an der Rampe zum Besucherparkplatz Pestalozzistraße befindet. Spuckschutze an den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter, die häufigere Reinigung von Türgriffen, Lichtschaltern oder Handgriffen und die Besetzung von nur zwei der drei Plätze im Bürgerbüro zählen zu weiteren Schutzmaßnehmen. Termine für Besucher aller Abteilungen werden im 30-Minuten-Takt vergeben. Die Samstagsöffnung entfällt bis Ende August.

Gemeinderat tagt am 18. Juni

Weiter geht’s ab diesem Monat auch mit den Sitzungen. „Den Gemeindeentwicklungsausschuss haben wir vom 4. auf dem 18. Mai verschoben, den Integrationsrat vom 11. Mai auf den 8. Juni, den Senioren- und Behindertenbeirat auf den 10. Juni und den Feuerschutz- und Umweltausschuss vom 19. Mai auf dem 23. Juni. Der Rat tagt wieder am 18. Juni“, zählt der Bürgermeister auf. Und auch hier, so sagt er, „gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Die kleineren Sitzungsräume taugen dafür nicht.“

So treffen sich Integrationsrat und Senioren- und Behindertenbeirat im Ratssaal, die größeren Ausschüsse tagen im Bürgerhaus, der Schul-, Sport- und Kulturausschuss in der Mensa der OPG und der Rat mit seinen 32 Mitgliedern, plus Bürgermeister, plus Verwaltungsmitglieder und Öffentlichkeit tagt sogar in der Sporthalle der OPG. „Auf der Tribüne können alle Sitzungsteilnehmer genügend Abstand halten“, muss Rolfsmeyer ein wenig schmunzeln. „Auf jeden Fall sind wir bei der Gemeinde für alles gerüstet.“

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