Fürs Städtische Museum Herford gibt es noch keinen genauen Termin
Marta startet am 19. Mai

Herford (WB). Nach Wochen der Schließung dürfen auch die Museen wieder öffnen. Weil aber klare Hygiene- und Schutzvorschriften eingehalten werden müssen, gilt noch einiges vorzubereiten. Für das Städtische Museum steht noch kein genauer Eröffungstermin fest, das Marta startet am 19. Mai.

Freitag, 08.05.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 11:22 Uhr
Bis zum 19. Mai müssen sich Kunstinteressierte noch gedulden, dann öffnet das Museum Marta wieder seine Pforten. Foto: Moritz Winde

Dass es im Marta mit der Öffnung nicht sofort klappt, hat laut Direktor Roland Nachtigäller auch arbeitstechnische Gründe. Ein Konzept habe er bereits im Kopf, aber die Mitarbeiter seien in Kurzarbeit, sagt der Museumsleiter. Die Kurzarbeit müsse erst einmal abgewickelt werden.

Veränderte Öffnungszeiten im Marta

Vieles neu macht der Mai: Für den Neustart, der mit einer Verlängerung der aktuellen Ausstellungen verbunden ist, kündigt Nachtigäller Veränderungen an. Vor dem Hintergrund der Schutzbestimmungen werde es eine verstärkte direkte Ansprache der Besucher geben: „Die Leute müssen wissen, worauf sie zu achten haben.“ Zur Intensivierung des Publikumskontaktes sollen modifizierte Öffnungszeiten kommen. Da in absehbarer Zeit nicht mit Schülergruppen zu rechnen sei, so Nachtigäller, werden die Zeiten nach hinten verlagert. So ist das Marta ab 19. Mai dienstags bis freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer sich auf den Ausstellungsbesuch einstimmen will, findet im Internet in Coronazeiten produzierte Videos. Mitarbeiter des Museums erklären einzelne Arbeiten. Vor allem über die sozialen Kanäle wie Instagram oder Facebook gebe es zahlreiche Zugriffen, betont Pressesprecherin Daniela Sistermanns.

„Wie sieht es mit Desinfektionsmitteln aus?“

Auch für Sonja Langkafel, die Leiterin des Städtischen Museums, gilt es, verschiedene Aspekte miteinander zu verbinden: auf der einen Seite den Schutz der Museumsbesucher und -Bediensteten, auf der anderen Seite aber auch eine gewisse Komfortabilität. Sie hält nichts davon, einen Ausstellungsbesuch mit zu vielen Verboten zu belegen, nur um das Museum möglichst schnell wieder öffnen zu können. Die Museumschefin geht von einem Termin in der übernächsten Woche aus, benennt aber noch einige Baustellen. „Eine Frage ist zum Beispiel, wie es mit den Desinfektionsmitteln aussieht. Wie schnell bekommen wir so viel, wie wir benötigen?“

Desinfektionsmittel, Maskentragepflicht, Zugangsbeschränkungen: Dies sind drei der Auflagen, die umzusetzen sind. Wenn im Museum sowohl die Villa Schönfeld als auch der Oesterlen-Anbau geöffnet sind, stellt sich zudem die Frage nach der Beaufsichtigung. Alleine die Dauerausstellung in der Villa erstreckt sich auf acht verschiedene Räume. „Wie viel Aufsichtspersonal brauchen wir?“, fragt sich Sonja Langkafel. „Vielleicht reichen ja auch Überwachungskameras.“

Sonderausstellung wird verlängert

Von der Verordnung her darf auf zehn Quadratmeter eine Person kommen. Beim Museum müsse man da etwas anders denken, sagt die Leiterin. Denn die Besucher verteilen sich nicht gleichmäßig im Raum, sondern stehen bevorzugt vor den Exponaten. Folglich müsse man entscheiden, wie viele Leute sich im Museum gleichzeitig aufhalten dürfen – und auch wie sich die Zahl über die Räume verteilt.

Klar ist bereits jetzt, dass die Sonderausstellung „Bildergeschichten – der Nahe Osten und wir“ der Fotografin Katharina Eglau verlängert wird. Um den Museumsfan auf die baldige Wiedereröffnung einzustimmen, informiert auch das Städtische Museum auf seiner Homepage mit Videos über einzelne Aspekte der Ausstellung.

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