Ehemalige Kasernen: Ende 2020 sollen 360 Studenten hier einziehen Fantastischer Rundumblick

Herford (WB). Der Blick von ganz oben wird den Studenten der Hochschule für Finanzen (HSF) verwehrt bleiben. Denn auf den drei ehemaligen Kasernengebäude an der Vlothoer Straße sollen Gründächer entstehen und Solarmodule aufgebaut werden. Bis Ende des Jahres sollen hier 360 HSF-Studenten einziehen können.

Von Ralf Meistes
Fantastische Aussicht mit dem Klinikum im Hintergrund: SEH-Geschäftsführer Jan Miller (von links), Architekt Ralf Cziesla, SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut und Bürgermeister Tim Kähler auf dem Dach eines Studentenhauses.
Fantastische Aussicht mit dem Klinikum im Hintergrund: SEH-Geschäftsführer Jan Miller (von links), Architekt Ralf Cziesla, SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut und Bürgermeister Tim Kähler auf dem Dach eines Studentenhauses. Foto: Ralf Meistes

Beim Rundgang mit Bürgermeister Tim Kähler präsentieren die Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH), Jan Miller und Norbert Landshut, sowie Architekt Ralf Cziesla den Baufortschritt – und präsentieren dem Verwaltungschef die fantastische Rundum-Aussicht auf Herford.

Straße nach Jacques Delors benannt

In den drei Gebäuden aus den 1930er Jahren werden 324 Appartements entstehen. Da einige Appartements Doppelzimmer sind, können hier 361 Studenten untergebracht werden. Die Häuser, alle viergeschossig plus Staffelgeschoss, sind barrierefrei. Die Straße, die auf dem Hammersmith-Gelände verläuft, ist nach dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission, Jacques Delors, benannt.

Bislang im Budget geblieben

86 Prozent der Gewerke sind vergeben. „Und wir sind im Budget geblieben“, verkündet Dr. Miller. Dass die Stadt die drei Häuser an einen Investor verkaufen möchte, ist bereits durchgesickert. Was den Kaufpreis betrifft, hält die Stadt sich bedeckt. Bis zu den Sommerferien, so heißt es, soll der Vertrag mit dem Investor geschlossen sein.

Die Hochschule für Finanzen bleibt zumindest bis zum Jahr 2027 auf dem Stiftberg. Was danach mit den Gebäuden passiert, ob das Land den Nutzungsvertrag verlängert oder den Standort Herford wieder aufgibt, ist offen. Sollte die HSF aus den Gebäuden ab 2027 ausziehen, so ließen sich die Studentenwohnungen zu normalen Wohnungen umbauen. Die jetzt installierten Wohnungstrennwände lassen sich entfernen, so dass aus drei 18 Quadratmeter großen Studentenbuden eine etwa 60 Quadratmeter große Wohnung entstehen kann. Aus 324 Appartements könnten so 100 Wohnungen gemacht werden.

Aufzüge in allen drei Häusern

In jedem Gebäude gibt es Fahrstühle, so groß, dass dort auch ein Bett hineinpassen würde. Bürgermeister Tim Kähler zeigte sich von den reibungslosen Abläufen auf der Baustelle beeindruckt. Und noch etwas war ihm wichtig. Obwohl die Gewerke europaweit ausgeschrieben worden sind, hätten auch viele Unternehmen aus der Region den Zuschlag erhalten. Das heißt, die Stadt sorgt hier auch für Beschäftigung.

Die Fenster in den ehemaligen Kasernen sind jetzt bodentief, so dass zu einem späteren Zeitpunkt auch Balkone angebracht werden könnten. In der ehemaligen Werkstatt auf dem Kasernengelände werden Blockheizkraftwerke installiert, die später das gesamte Kasernenareal mit Energie versorgen soll.

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