Birgit Halstenberg und Dennis Edwards können nicht so feiern wie geplant
Corona-Krise: Geheiratet wird trotzdem!

Herford (WB). Es war alles perfekt geplant für den großen Tag im Sommer: Frisur, langes Kleid, Anzug, Fotografin, Restaurantbesuch. Birgit Halstenberg und ihr Partner Dennis Edwards heiraten Anfang Juni standesamtlich im historischen Rathaus von Bad Salzuflen. Trotz Corona-Krise wollen die beiden an dem Tag festhalten, auch wenn nun alles etwas anders ist.

Mittwoch, 06.05.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 09:22 Uhr
Birgit Halstenberg und Dennis Edwards haben sich im Herbst 2016 bei einem Geburtstag von gemeinsamen Freunden kennen gelernt. Foto: Susan Schaper

Bei der standesamtlichen Trauung darf – das war am Dienstag bei der Stadt zu erfahren – nur das Brautpaar allein anwesend sein. „Wir hatten vor, anschließend mit 80 Personen bei unserem Lieblingsitaliener in Bad Salzuflen zu feiern. Das wird wohl nichts“, sagt Birgit Halstenberg, die als Mitarbeiterin beim HERFORDER KREISBLATT arbeitet. Sie hoffe noch, dass im Mai weitere Lockerungen erfolgen und sie und ihr Mann, der als Servicetechniker arbeitet, wenigstens im engsten Kreis essen gehen können.

Noch haben sie die große Feier nicht abgesagt. Erst wenn es einen entsprechenden Erlass vonseiten der Politik gebe, sei auch sicher, dass das Paar, das in Bad Salzuflen lebt, nicht auf den Kosten der Feier hängenbleibt. „Wir wollen das Fest mit all unseren Verwandten und Freunden auf jeden Fall nachholen“, sagt Birgit Halstenberg.

Im Zwiespalt

Den Tag wollen beide dennoch voll auskosten. Morgens geht es zum Friseur, dann wird die Braut ihr langes weißes Kleid anziehen. Die Fotografin, die eigentlich während der großen Feier Bilder machen sollte, ist nun zum Standesamt bestellt, um den „schönsten Tag im Leben“ im Foto festzuhalten.

Birgit Halstenberg sieht die ganze Sache eher nüchtern. „Ich bin ein bisschen im Zwiespalt. Aber es gibt Schlimmeres, als eine Hochzeit zu verschieben. Wir hatten uns natürlich sehr auf diesen Tag mit unseren Lieben gefreut.“

Es gibt auch noch gute Nachrichten. Am Tag nach der standesamtlichen Trauung will sich das Paar in Heiligenhafen an der Ostsee frei vermählen lassen. „Es sind dort bereits erste Lockerungen vorgenommen worden, außerdem wollten wir da sowieso nur zu zweit hinfahren. Das müsste also klappen“, freut sich Halstenberg.

Unischerheit bis in die Flitterwochen

Die Unsicherheit bei jeglicher Planung zieht sich bis zu den Flitterwochen weiter. Eigentlich soll es am 14. Juni auf Kreuzfahrt gen Norwegen gehen. „Gerade wurde der Beschluss des Auswärtigen Amtes bekannt gegeben, dass bis zum 14. Juni alle Reisen ins Ausland gestrichen sind“, sagt die HK-Mitarbeiterin. Sie hat direkt nachgesehen, was ihr Reiseveranstalter im Internet zu ihrer geplanten Schifffahrt am Stichtag angibt. „Während einige Reisen dort bereits gecancelt sind, steht hinter unserer ein dickes Fragezeichen. Gedanklich hatten wir uns von Norwegen allerdings schon vor drei bis vier Wochen verabschiedet“, erzählt sie. Aber egal, was passiert: Auf die Reise wird es gehen. „Im Zweifel buchen wir auf Ende August, Anfang September um“, meint Birgit Halstenberg.

Auch wenn die Hochzeit möglicherweise sogar nur zu zweit stattfindet: Der „schönste Tag“ wird’s trotzdem – der Rest wird eben nachgeholt.

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