Feiern zu großen Anlässen finden nicht oder nur im kleinen Kreis statt Familienfeste und das Virus

Herford/Hiddenhausen (WB). Konfirmationen und Erstkommunionen werden verschoben, Trauungen, Taufen und Beerdigungen sind, wenn überhaupt, nur noch in kleinem Rahmen erlaubt: Die Eindämmung des Coronavirus’ wird in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten, massive Auswirkungen auch auf diesen Bereich des gesellschaftlichen Lebens haben.

Von Bernd Bexte
Ob Taufe oder Hochzeit – bei vielen kirchlichen Feiern gelten ab sofort strenge Regeln: Konfirmationen und Erstkommunionen werden verschoben, viele andere Feste können nur im kleinen Kreis stattfinden.
Ob Taufe oder Hochzeit – bei vielen kirchlichen Feiern gelten ab sofort strenge Regeln: Konfirmationen und Erstkommunionen werden verschoben, viele andere Feste können nur im kleinen Kreis stattfinden. Foto: dpa

„Bei standesamtlichen Trauungen sind nur noch das Brautpaar, die Trauzeugen, Eltern und leiblichen Kinder zugelassen“, erläutert ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes. Eine kirchliche Trauung ist zumindest nach evangelischem Ritus gar nicht mehr möglich: „Sie sind in der Regel mit Gesellschaften und Feiern verbunden, die ohnehin unterbleiben müssen. Sie müssen leider neu geplant werden“, hat der Superintendent des Kirchenkreises Herford, Michael Krause, am Dienstag den Gemeinden mitgeteilt.

Kleiner Kreis am Grab

Und die Katholiken? „Bei uns steht die nächste Trauung erst im Mai an, bis dahin kann sich das natürlich schon wieder geändert haben“, heißt es aus dem Büro der Gemeinde St. Johannes Baptist. Nach Vorgabe des Erzbistums sollten Trauungen bis dahin aber verschoben werden. Sei dies aus triftigem Grund nicht möglich, dürften nur Brautpaar und Trauzeugen daran teilnehmen. Gleiches gilt für katholische Taufen. Nur in begründeten Ausnahmefällen dürfen diese mit Eltern und Taufpaten stattfinden. Die evangelischen Gemeinden sollen aber auch davon absehen.

Nur Nottaufen, etwa bei drohender Lebensgefahr, seien vorerst noch möglich, erläutert der Superintendent. Beerdigungen fänden unter strengen Sicherheitsvorgaben und nur im engen Familienkreis statt, möglichst im Freien auf dem Friedhof. Die Landeskirche will in Gesprächen mit dem Land nun klären, wie groß die Trauergemeinde sein darf. Auch von katholischer Kirche heißt es: „Beerdigungen dürfen aktuell nur im kleinsten Kreis am Grab stattfinden.“

Konfirmationen und Kommunionen verschoben

Konfirmationen sind bis Ende April ausgesetzt. Viele seien allerdings erst für Mai geplant. Wie damit umzugehen sei, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Aber die Termine davor wird es wohl treffen“, sagt Krause im Gespräch mit dieser Zeitung. Ebenso verschieben die katholischen Gemeinden die Erstkommunionfeiern auf einen noch unbestimmten Termin.

Wie insgesamt mit Familienfesten (Geburtstage, Goldene Hochzeiten etc.) umzugehen ist, steht nach Angaben des Herforder Ordnungsamtes aber noch nicht fest. „Das richtet sich alles nach den Vorgaben des Landes. Die liegen aber noch nicht vor“, heißt es aus dem Rathaus.

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