Stefan Tillmann verlässt Pro Herford – Tanja Feg zieht es ins Oerlinghauser Rathaus
Markthallen-Manager geht zu Bonitas

Herford (WB). Die Herforder Stadtmarketing-Gesellschaft verliert zwei ihrer bekanntesten Gesichter: Markthallen-Manager Stefan Tillmann (33) wechselt zur Marketing-Abteilung des Pflegedienstes Bonitas, Kommunikations-Chefin Tanja Feg (41) wird Referentin des Bürgermeisters von Oerlinghausen.

Mittwoch, 04.03.2020, 07:07 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 07:10 Uhr
Bald heißt es Abschied nehmen: Stefan Tillmann steht in der Markthalle. Bis Ende August wird das historische und für mehr als fünf Millionen Euro umgebaute Haus noch sein Arbeitsplatz sein. Dann fängt der 33-Jährige bei Bonitas an. Foto: Moritz Winde

Stefan Tillmann betont, er habe sich den Entschluss nicht leicht gemacht. „Ich habe lange darüber nachgedacht und das Für und Wider abgewogen. Am Ende standen aber mehr Argumente auf der Pro-Seite. Es ist keine Entscheidung gegen die Markthalle oder Pro Herford, sondern für Bonitas.“ Bei Deutschlands zweitgrößtem ambulanten Pflegedienst übernimmt der junge Familienvater ab September einen Job in der Werbeabteilung.

Tanja Feg (41) wechselt zur Stadt Oerlinghausen.

Tanja Feg (41) wechselt zur Stadt Oerlinghausen. Foto: Moritz Winde

Seit neun Jahren arbeitet der 33-Jährige für Pro Herford, im vergangenen Sommer wurde der studierte BWLer (Schwerpunkt Messe-, Kongress- und Eventmanagement) Markthallen-Chef, nachdem seine Vorgängerin überraschend gekündigt hatte. „Ich gehe mit einem weinenden Auge, aber es ist jetzt der passende Zeitpunkt, sich neuen Herausforderungen zu stellen.“ Bonitas sei auf ihn zugekommen.

Bevor der Löhner Markthallen-Manager wurde, leitete er vier Jahre den Veranstaltungsbereich. Er organisierte maßgeblich die Internationalen Hansetage 2013, den 10. Marta-Geburtstag 2015 und die Feiern zu 100 Jahre Rathaus 2017.

Neben Stefan Tillmann verlässt Tanja Feg das Unternehmen. Die 41-Jährige ist ein Urgestein der Pro Herford. 2004 begann sie im Veranstaltungsbereich und baute stetig die Abteilung Marketing/Kommunikation aus, war mit Geschäftsführer Frank Hölscher federführend bei der Entwicklung, Einführung und Umsetzung des Stadt-Slogans „O! herford“. Die Herforderin übernahm Aufgaben der Pressearbeit und unterstützt die Geschäftsführung in Sponsoring-Angelegenheiten.

Neue City-Managerin

Tanja Feg wechselt zum Oktober nach Oerlinghausen, wird dort Referentin des Bürgermeisters für den Bereich Marketing und Projekte. Die Stellenausschreibung sei interessant gewesen, sie habe sich beworben. „Ich bin stolz darauf, an der positiven Entwicklung der Pro Herford einen Anteil zu haben, daher fällt der Abschied nach über 15 Jahren nicht leicht. Jetzt aber ist die Zeit für Veränderungen, ich freue mich auf meine neue Aufgabe.“

Pro-Herford-Chef Frank Hölscher sagt, er sei einerseits betrübt, richte den Blick aber sofort wieder in die Zukunft. „Mit Tanja Feg und Stefan Tillmann verlieren wir verdiente Mitarbeiter und wertvolle Kollegen. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, eine adäquate Lösung mit neuen Köpfen zu finden.“

Neben diesen beiden Personalien gibt es aufgrund von Schwangerschaften zwei weitere Positionen im Tourismusmarketing, die ab Mai besetzt werden müssen. Mit Denise Spilker wurde bereits zum Teil Ersatz gefunden. Sie wechselt nach drei Jahren beim City-Management zur Pro Herford. Neue City-Managerin wird Sandra Beckmann aus der städtischen Wirtschaftsförderung und damit das „Gesicht vor Ort“ in der Innenstadt.

Kommentar von Moritz Winde

Nach nur einem Jahr hört Markthallen-Manager Stefan Tillmann auf. Der 33-Jährige hat das Bonitas-Angebot angenommen, übernimmt dort im September eine Aufgabe im Marketing. Das ist schade! Damit verliert die Pro Herford einen ihrer wichtigsten Mitarbeiter. Kaum ein anderer ist in der Stadt so gut vernetzt.

Verübeln kann man ihm diesen Schritt zwar nicht – überraschend kommt er nach so kurzer Zeit dennoch. Stefan Tillmann selbst hatte bei seiner Vorstellung Anfang August im Bezug auf die Markthalle noch von einem „spannenden Umfeld mit starken Partnern“ gesprochen.

Unternehmen aus der freien Wirtschaft werben landauf, landab gute Leute aus dem öffentlichen Dienst ab. Vermutlich wird nicht nur die viel strapazierte Floskel der „neuen Herausforderung“ für den Jobwechsel eine Rolle gespielt haben, sondern auch die Höhe des Gehalts.

Die Stadtmarketing-Gesellschaft muss so schnell wie möglich einen Nachfolger finden. Die Händler brauchen einen festen Ansprechpartner, die Markthalle muss weiter nach vorne gebracht werden. Es gibt noch jede Menge zu tun.

 

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