FDP hatte bereits vor einem Jahr Abriss und Neubau vorgeschlagen
„Die Einsicht kommt spät“

Herford (WB). Die FDP-Ratsfraktion übt Kritik an der Bauverwaltung sowie an der Geschäftsführung der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH). Hintergrund sind Aussagen des Beigeordneten Dr. Peter Böhm, dass ein Abriss und Neubau der drei Kasernen auf dem Hammersmith-Gelände (Schumannsstraße) günstiger gewesen wären, als ein Umbau der drei Gebäude.

Montag, 02.03.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 09:18 Uhr
So sahen die Kasernen vor dem Umbau aus. Die Stadtentwicklungsgesellschaft hat entschieden, die Gebäude umzubauen. „Ein Fehler“, sagt die FDP-Stadtratsfraktion.

Vor Mitgliedern der Senioren Union der CDU hatte Dr. Böhm erklärt: „Mit dem Wissen von heute wären Abriss und Neubau der Häuser an der Vlothoer Straße wohl günstiger geworden.“

FDP-Ratsherr Eckhart Klemens weist darauf hin, dass seine Partei bereits vor der Ratssitzung im Januar 2019 vor den Umbau-Kosten der drei Kasernen gewarnt hatte. Bis zu 40 Millionen Euro soll die Umgestaltung der ehemaligen Briten-Kasernen in Wohnungen für 360 Studenten kosten.

Fertigstellung verzögert sich

„In der Ratssitzung hat die FDP darauf hingewiesen, dass ein Abriss und Neubau um etwa ein Drittel günstiger sei als ein Umbau der Kasernen“, sagt Klemens. Die SEH-Geschäftsführung habe damals argumentiert, dass ein Abriss und Neubau aufgrund der engen Zeitvorgabe nicht möglich sei. Die Studentenwohnungen müssten zum Oktober 2020 fertiggestellt sein. Die Finanzverwaltung habe keinen Aufschub zugelassen.

Wo bleiben die Konsequenzen?

Nun stelle sich heraus, dass die Wohnungen erst Ende 2020 fertiggestellt werden. Fazit: Der Fertigstellungstermin Oktober 2020 kann nicht gehalten werden und die Verwaltung hat dazugelernt. Das Wissen von heute hatte die FDP schon im Januar 2019. Auch der Beirat für Stadtbildpflege hielt einen Abriss und Neubau für die kostengünstigere Variante. Die FDP fragt nach Konsequenzen.

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