Fraktion besucht die Feuerwache und will zur Beseitigung des Abwasserproblems beitragen
CDU: „Transparenz ist wichtig“

Herford (WB). Jeder Starkregen bedeutet für die Feuerwache Herford-Mitte gleich in mehrfacher Hinsicht eine große Belastung. Denn nicht nur die regulären Einsatzzahlen sind dann in der Regel groß – die Mitarbeiter haben insbesondere auch mit dem eigenen Gebäude viel Arbeit.

Montag, 02.03.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 09:12 Uhr
Vertreter der CDU haben sich am Freitagabend auf der Herforder Feuerwache darüber informiert, warum das Abwasser in den letzten Tagen in die Räume und auf die Straße geflossen ist. Foto: Annika Tismer

Bereits seit Jahren muss regelmäßig ausgelaufenes Abwasser aus den Räumlichkeiten abgepumpt werden, in den vergangenen Wochen ist die Situation aber besonders akut geworden . Nachdem sich das HERFORDER KREISBLATT zunächst kein Bild von der Situation machen durfte, hat sich am Freitagabend die CDU-Fraktion das Geschehen vor Ort ansehen dürfen. „Es ist uns wichtig, dass hier mit Transparenz gearbeitet wird. Das ist ein öffentliches Gebäude, da sollte jeder wissen dürfen, was los ist“, betonte Wolfgang Rußkamp.

Fäkalienreste am Boden

Ein Großteil des Wassers war bis dahin zwar abgepumpt und Teile der Räume auch gereinigt worden, noch immer aber waren die Spuren des verschmutzten Abwassers deutlich zu sehen. Fäkalienreste am Boden und ein stechender Geruch ließen noch deutlich erahnen, wie die Situation hier noch vor wenigen Tagen war. Einzelne Räumlichkeiten waren am Freitagabend sogar abgesperrt, da sich hier noch immer Schmutzwasser befand.

Erst am Freitagmorgen war zudem eine Toilette übergelaufen, was erneut zu Unannehmlichkeiten geführt hatte. Wer sich generell im zuvor überschwemmten Bereich aufgehalten hatte, dürfte wohl über die an mehreren Stellen aufgestellten Wannen mit Desinfektionsmittel erfreut gewesen sein, um zumindest die Schuhe ein wenig zu reinigen.

Problem bestand seit mehreren Jahren

Auf Rußkamps Frage, seit wann die Problematik bestehe, musste das Personal einen Zeitraum von mehreren Jahren benennen. Für die Mitarbeiter sei die Problematik nicht nur belastend, weil der Gestank und überflutete Räume ein Arbeiten zu einer Herausforderung machen würden. „Eigentlich wollen wir den Bürgern helfen, müssen aber immer wieder auch uns selber helfen“, erklärten die Feuerwehrleute.

Für Rußkamp und die anderen Mitglieder der CDU-Fraktion war nach diesem Besuch jedenfalls klar, dass Transparenz, aber auch eine zeitnahe Behebung des Problems unumgänglich sind.

Das WESTFALEN-BLATT hat ein exklusives Video zum Zustand der Wache zugespielt bekommen.

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